Benachteiligung eines Schwerbehinderten beim Vorstellungsgespräch

Schwerbehinderte müssen bei Stellenausschreibungen im öffentlichen Dienst grds. ins Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Nur bei offensichtlich fehlender Eignung kann dies unterbleiben. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sieht vor, dass grundsätzlich niemand wegen seiner Alter, Behinderung, Rasse, Herkunft, Geschlecht, Religion oder Sexualität benachteiligt werden darf. Dies gilt grundsätzlich auch für Arbeitnehmer. Dabei kann eine Diskriminierung bereits im Bewerbungsverfahren eintreten. Im vorliegenden Fall hatte sich …

Arbeitsunfall einer Prostituierten bei Flucht vor Zuhälter

Ein ungleich tragischer, aber auch kurioser Fall beschäftigte das Hamburger Sozialgericht: Eine Prostituierte sprang bei der Flucht vor ihrem Zuhälter aus dem zweiten Stock und wollte den anschließenden Sturz als Arbeitsunfall geltend machen. Ob eine Anerkennung als Arbeitsunfall erfolgt, hängt zentral davon ab, ob die Prostituierte selbstständig war oder als Arbeitnehmerin beschäftigt wurde. Die Richter stellten aber klar, dass in …

Beinbruch im Home Office – Arbeitsunfall?

Wer im Home Office arbeitet, genießt nur einen eingeschränkten Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Bundessozialgericht in Kassel hat kürzlich einen Fall hierzu entschieden und den Versicherungsschutz in den eigenen vier Wänden verneint. Hierbei ist, anders als bei der Kündigung z.B. nicht das Arbeitsgericht, sondern das Sozialgericht zuständig. Die Sozialgerichtsbarkeit entscheidet Fälle der Sozialversicherung, die Arbeitsgerichtsbarkeit Fälle aus dem Verhältnis Arbeitnehmer …

Kindergeld 2018

Wer Kinder hat, weiß, dass der eigene Nachwuchs ganz schön viel kosten kann. Der Staat unterstützt uns Elternteile mit dem Kindergeld, welches unabhängig vom Einkommen gezahlt wird. Zum Januar 2018 fand die letzte Anpassung des Kindergeldes statt. Es beträgt nun: für das erste und zweite Kind: 194 Euro für das dritte Kind: 200 Euro für jedes weitere Kind: 224 Euro …

Jobcenter und Arbeitsagenturen: Diskriminierung von schwer Vermittelbaren

Im Juni diesen Jahres wurden die Ergebnisse des Dritten Gemeinsamen Berichts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vorgestellt. In dem Dokument heißt es, man wollte die „Diskriminierungserfahrungen sichtbar machen und Diskriminierungsrisiken identifizieren“. Hinsichtlich anhaltender Diskriminierungen in Jobcentern und Arbeitsagenturen ist dies zunächst auch gelungen. Ausländische Namen als Hindernis bei der Jobsuche? Dem Bericht zufolge seien Ausländer, Behinderte, Ältere und Alleinerziehende sowie Homosexuelle …