KI-Agenten im Betrieb: Mitbestimmung, Datenschutz und die Grenzen für Geheimnisträger

KI-Agenten haben den betrieblichen Alltag erreicht. Anders als klassische Chatbots, die auf eine Eingabe eine Antwort liefern, verfolgen KI-Agenten selbstständig ein vom Anwender vorgegebenes Ziel innerhalb eines definierten technischen Rahmens. Sie planen Zwischenschritte, greifen auf externe Werkzeuge und Datenquellen zu und erledigen Aufgaben, ohne dass jeder einzelne Schritt vom Menschen angestoßen wird. Diese Selbstständigkeit ist der Grund, warum sich für …

Persönliche Haftung beim KI-Einsatz in der Rechtsabteilung

Was Geschäftsführer, Syndikusrechtsanwälte und General Counsel zur eigenen Sicherung beim Einsatz von KI wissen müssen KI ist in den Rechtsabteilungen angekommen. Verträge, AGB, Stellungnahmen, interne Memos – vieles entsteht heute mit Unterstützung generativer Sprachmodelle. Damit verschiebt sich die Haftungslage. Wer juristische Arbeitsergebnisse aus einem KI-System übernimmt, ohne sie zu prüfen, trägt das Risiko persönlich. Die KI entscheidet nicht. Die KI …

Schatten-KI im Unternehmen

Was Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Führungskräfte jetzt wissen müssen Mitarbeiter geben Vertragsentwürfe in ChatGPT ein, lassen sich von Claude oder Gemini Personalbeurteilungen formulieren, jagen Bewerbungsunterlagen durch ein KI-Tool, das niemand im Unternehmen geprüft hat. Sie tun das nicht heimlich, weil sie schaden wollen, sondern weil sie schneller arbeiten möchten und das offizielle Werkzeug fehlt. Das Phänomen hat einen Namen: Schatten-KI. Die …

Wer haftet, wenn die KI falsch entscheidet? 

Ein mittelständischer Automobilzulieferer stellt seine Bonitätsprüfung auf ein KI-System um. Das System empfiehlt, einem langjährigen Kunden Zahlungsziele über mehrere Millionen Euro einzuräumen. Der Geschäftsführer folgt der Empfehlung, ohne die Datengrundlage zu hinterfragen. Was er nicht weiß: Das System arbeitet mit veralteten Bilanzdaten und übersieht die bereits erkennbare Zahlungsunfähigkeit des Abnehmers. Der Forderungsausfall wird existenzbedrohend. Geschäftsführerhaftung im Zeitalter digitaler Entscheidungssysteme Die …

Das beA, die eAkte und der elektronische Rechtsverkehr – Sicherheitsarchitektur auf dem Prüfstand

Der elektronische Rechtsverkehr in Deutschland ruht auf drei Säulen: dem besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA), dem elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) und der elektronischen Akte (eAkte). Alle drei sind auf eine funktionssichere, vertrauliche und integre digitale Kommunikation zwischen Anwälten, Gerichten und Behörden angewiesen. Die Sicherheitsgeschichte dieser Systeme gibt Anlass, die zugrunde liegende Architektur kritisch zu betrachten – umso mehr, als KI-gestützte …

Geschäftsführerhaftung bei Cyberangriffen – Warum IT-Sicherheit Chefsache ist

Ein Ransomware-Angriff legt den Betrieb lahm. Die IT steht still, Mandantendaten sind kompromittiert, die Datenschutzbehörde verlangt binnen 72 Stunden eine Meldung. In dieser Situation stellt sich eine Frage, die viele Geschäftsführer erst dann bemerken: Wer haftet? Die Antwort ist eindeutig: Die Geschäftsleitung. Persönlich. Und diese Haftung hat sich durch die NIS-2-Richtlinie, die DSGVO und den EU Cyber Resilience Act in …

Microsoft Copilot: „Nur zur Unterhaltung“ – Was die AGB-Klausel für Geschäftsführer und Vorstände bedeutet

Seit dem Osterwochenende 2026 sorgt eine Passage in den Nutzungsbedingungen von Microsofts Copilot für Aufsehen. In fetter Schrift steht dort: „Copilot dient ausschließlich Unterhaltungszwecken.“ Die Nutzung erfolge auf eigene Gefahr, man solle sich nicht auf das Tool verlassen, wenn es um wichtige Ratschläge gehe. Gleichzeitig bewirbt Microsoft dasselbe Produkt als fortschrittliche KI, die direkte Antworten gibt und beim Schreiben hilft. …