Warum die Haftung nicht mit dem Ausscheiden endet – Neugläubigerschäden und die „fortwirkende Gefahrenlage“ Urteilsrezension – BGH, Urteil vom 23.07.2024 – II ZR 206/22 Viele Manager denken beim Thema Insolvenzantragspflicht an eine harte Zäsur: „Wenn ich gehe, bin ich raus.“ Der BGH stellt mit II ZR 206/22 klar: Das stimmt so nicht. Wer eine insolvenzreife Gesellschaft zu spät in das …
Aufhebungsvertrag mit Vorständen: Worauf es wirklich ankommt
Der Aufhebungsvertrag mit einem Vorstand ist ein hoch komplexes Rechtsinstrument, das weit über eine einfache Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinausgeht. Vorstände sind Organmitglieder der Aktiengesellschaft und unterliegen speziellen aktienrechtlichen Bestimmungen, die bei der Vertragsgestaltung zwingend zu beachten sind. Fehler können nicht nur kostspielig werden, sondern auch erhebliche Haftungsrisiken für Aufsichtsrat und Gesellschaft nach sich ziehen. Die Herausforderung liegt darin, rechtssichere Vereinbarungen …
Unschuldsvermutung vs. Transparenz: Was Gremien und Organe von Gesellschaften bei Vorwürfen sagen dürfen
Die strafrechtliche Unschuldsvermutung gilt im Arbeitsrecht nicht – dennoch setzen Persönlichkeitsrechte der öffentlichen Kommunikation enge Grenzen. Der Fall Stefan Kuntz beim HSV zeigt exemplarisch, wie Aufsichtsräte in diesem Spannungsfeld navigieren müssen: Der Klub kommunizierte zunächst diskret „familiäre Gründe“, sah sich aber nach öffentlichen Dementis des Ex-Vorstands gezwungen, die wahren Hintergründe zu benennen. Die zentrale Erkenntnis für Führungskräfte: Gremien dürfen grundsätzlich …
NIS2 und persönliche Managerhaftung: Was Geschäftsführer jetzt über D&O-Versicherungsschutz wissen müssen
Seit dem 6. Dezember 2025 ist das NIS-2-Umsetzungsgesetz in Kraft – und mit ihm eine neue Dimension der persönlichen Haftung für Geschäftsführer und Vorstände. Cybersicherheit ist nun gesetzlich zur Chefsache erklärt worden. Das Besondere: Die Verantwortung lässt sich nicht delegieren, und Verstöße können Bußgelder bis zu 10 Millionen Euro nach sich ziehen. Gleichzeitig fragen sich viele Führungskräfte, ob ihre D&O-Versicherung …
Managerhaftung – Wenn Ressortgrenzen keine Schutzmauern mehr sind
Das OLG Frankfurt hat im November 2025 eine Grundsatzentscheidung getroffen, die technische Geschäftsführer, COOs und alle ressortfremden Organmitglieder aufhorchen lassen muss: Ein Geschäftsführer haftet für Compliance-Verstöße im Personalbereich, obwohl er formal nicht zuständig war. Der ESWE-Fall zeigt exemplarisch, dass die interne Ressortverteilung keine Haftungsfreistellung begründet – wer Dokumente mitzeichnet und in die Kommunikation eingebunden ist, trägt Mitverantwortung. Für Geschäftsführer und …
Wenn Nichtwissen nicht schützt: Die persönliche Haftung von Geschäftsführern bei nordkoreanischen IT-Scams
Sie dachten, Sie haben einen qualifizierten Remote-Developer eingestellt. In Wahrheit haben Sie gerade Ihr gesamtes Privatvermögen aufs Spiel gesetzt. Die unwissentliche Beschäftigung nordkoreanischer IT-Worker ist nicht nur ein betriebliches Risiko – sie ist eine existenzielle Bedrohung für jeden Geschäftsführer und Vorstand persönlich. Denn während die GmbH mit beschränkter Haftung arbeitet, haften Sie bei Compliance-Verstößen unbeschränkt mit Haus, Auto und Altersvorsorge. …
Aufhebungsvertrag mit Vorständen: Worauf kommt es wirklich an?
Der Aufhebungsvertrag mit einem Vorstand ist ein hoch komplexes Rechtsinstrument, das weit über eine einfache Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinausgeht. Vorstände sind Organmitglieder der Aktiengesellschaft und unterliegen speziellen aktienrechtlichen Bestimmungen, die bei der Vertragsgestaltung zwingend zu beachten sind. Fehler können nicht nur kostspielig werden, sondern auch erhebliche Haftungsrisiken für Aufsichtsrat und Gesellschaft nach sich ziehen. Die Herausforderung liegt darin, rechtssichere Vereinbarungen …
Soll ich einen Aufhebungsvertrag unterschreiben?
Was Geschäftsführer, Vorstände und leitende Angestellte vor der Unterschrift wissen müssen Ihr Gesellschafter, Ihr Aufsichtsrat oder Ihr Arbeitgeber legt Ihnen einen Aufhebungsvertrag vor – vielleicht mit dem Hinweis, schnell zu unterschreiben. Das sollten Sie auf keinen Fall tun. Denn als Führungskraft stehen bei einem Aufhebungsvertrag in aller Regel Beträge im sechs- bis siebenstelligen Bereich auf dem Spiel: Abfindung, Pensionszusagen, Boni, …
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