Aufklärungspflicht im Arbeitsrecht: Alles was Sie wissen müssen.
Die Aufklärungspflicht ist die Verpflichtung einer Vertragspartei, die andere über relevante Tatsachen zu informieren. Im Arbeitsrecht trifft sie sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber muss bei Vertragsschluss über wesentliche Arbeitsbedingungen aufklären und seit 2022 gemäß Nachweisgesetz umfassende schriftliche Informationen bereitstellen. Dazu gehören Angaben zu Arbeitsort, Tätigkeit, Arbeitszeit, Vergütung, Urlaub, Kündigungsfristen und mehr. Auch während des Arbeitsverhältnisses bestehen Aufklärungspflichten, etwa über Gesundheitsgefahren. Arbeitnehmer müssen im Bewerbungsverfahren auf zulässige Fragen wahrheitsgemäß antworten. Eine Pflicht zur unaufgeforderten Offenbarung besteht nur ausnahmsweise, etwa bei ansteckenden Krankheiten im Gesundheitswesen. 2024/2025 gewinnen Aufklärungspflichten durch Transparenzgebote und Digitalisierung an Bedeutung. Verletzung der Aufklärungspflicht kann zu Schadensersatz, Anfechtung des Vertrags oder Kündigung führen. Arbeitgeber haften für fehlerhafte Informationen. Aufklärung fördert Vertrauen und vermeidet Missverständnisse. Sie ist Ausdruck der Fürsorgepflicht. Informationspflichten sind gesetzlich und vertraglich geregelt.
