Spezialisierung

Wer geht mit Zahnschmerzen zum Hautarzt? – Niemand. Warum sollte man also mit einer Kündigung zu einem Erbrechtler oder Allgemeinanwalt gehen? Kündigung, Abmahnung oder Aufhebungsvertrag gehört auf den Schreibtisch des Arbeitsrechtlers.

Wer sich spezialisiert baut mehr Erfahrung auf

Beim Sport ist es in der Regel so, dass man immer besser wird, je mehr man übt. Bei der Anwalterei ist das auch so. Wer sich spezialisiert und diese Spezialisierung konsequent verfolgt, wird zwangsläufig mehr Erfahrung aufbauen, als ein Rechtsanwalt, der Spezialist für alle Rechtsgebiete ist. Ein Rechtsanwalt, der einmal im Jahr eine Kündigungsschutzklage bearbeitet ist wie ein Chirurg, der einmal im Jahr einen Blinddarm entfernt.

Immer wieder sieht man auf Internetseiten von Kollegen, dass sie unendlich viele Rechtsgebiete bearbeiten und das auch sehr qualifiziert. Uns kommen da immer Zweifel, ob das geht. Aber wahrscheinlich sind wir einfach nicht intelligent genug. Die Bundesrechtsanwaltskammer hat bei drei Fachanwaltschaften die Grenze gesetzt und ist von vielen hochspezialisierten Fachanwälten dafür sehr angegriffen worden. Unter Spezialisten herrscht nämlich die Einschätzung vor, dass man wohl ein, ggf. zwei, keinesfalls aber mehr als drei Rechtsgebiete seriös und in hoher Qualität anwaltlich bearbeiten kann.


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Diebstahl im Büro: Haftet der Chef?

Das Smartphone vom Schreibtisch verschwunden, das Portemonnaie plötzlich nicht mehr in der Handtasche – Diebstahl am Arbeitsplatz kommt häufiger vor als manch einer vermutet. Doch nur weil die eigenen Wertsachen im Büro verschwunden sind, haftet der Chef noch lange nicht.

Den Arbeitgeber trifft die sogenannte Fürsorgepflicht auch dahingehend, dass er dafür sorgen muss, dass das mitgebrachte Eigentum sicher verwahrt werden kann. Dafür sollten zum Beispiel abschließbare Spinde oder Rollcontainer zur Verfügung gestellt werden. Haben die Mitarbeiter aber keine Möglichkeit, ihre Habseligkeiten sicher zu verschließen, haftet der Arbeitgeber unter Umständen voll. Schließlich kann er in solchen Fällen für den Diebstahl mitverantwortlich gemacht werden…Weiterlesen

Diebstahl im Büro – haftet der Chef? unsplash.com/ Marina Salles


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Bundesarbeitsgericht aktuell – Formfehler bei der Betriebsratswahl

Ziemlich pünktlich alle 4 Jahre entscheidet das Bundesarbeitsgericht einige Fälle zum Thema Betriebsratswahl. Und praktisch immer hat das entsprechende Wahlanfechtungsverfahren oder allgemeine Beschlussverfahren nur die Unwirksamkeit der Wahl zur Folge und nicht Nichtigkeit. Alles, was der Betriebsrat gemacht hat, bleibt wirksam. Die Betriebsvereinbarungen bleiben wirksam, die Zahlungen, auf deren Grundlage. Alles bestens. Man könnte meinen: Außer Spesen nix gewesen.

Aber dem ist nicht so. Denn das Bundesarbeitsgericht entscheidet immer wieder Einzelfälle, die es durchaus in sich haben. Meistens geht es um Formalien, über die ein normal denkender Mansch sich praktisch nie Gedanken machen würde. So auch in diesem Fall, den wir einmal Beispielhaft dafür vorstellen, wie schwierig es ist, eine fehlerfreie Betriebsratswahl auf die Beine zu stellen…WEITERLESEN

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Mehr zum Thema Arbeitsrecht: Abbummeln von ÜberstundenAnfechtung BetriebsratswahlTypische Fragen rund um die Krankschreibung AltersdiskriminierungAnfechtung des ArbeitsvertragsLufthansa Cargo Kosten Fortbildung ErstattungZusatzzahlung Terminsvertretung Arbeitsrecht HamburgSonderkündigungsschutz Tierschutzbeauftragte Mehrarbeit ÜberstundenLeitende Angestellte Headhunter


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Krankheitsbedingte Kündigung

Eine krankheitsbedingte Kündigung ist der häufigste Fall einer personenbedingten Kündigung. Grundsätzlich gilt, dass allein die Krankheit des Arbeitnehmers kein Kündigungsgrund ist. Eine mit der Krankheit verbundene Arbeitsunfähigkeit und die daraus resultierenden Fehlzeiten können eine Kündigung jedoch rechtfertigen. Eine krankheitsbedingte Kündigung kann ausgesprochen werden, wenn der Arbeitgeber davon ausgeht, dass der Arbeitnehmer aufgrund seiner Krankheit den Arbeitsvertrag künftig nicht mehr erfüllen kann.

Wann ist eine krankheitsbedingte Kündigung zulässig?

Zur Beurteilung, wann eine krankheitsbedingte Kündigung zulässig ist, wurden von der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte vier Fallgruppen entwickelt.

Anlass für eine Kündigung können danach eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit, eine langanhaltende Erkrankunghäufige Kurzerkrankungen sowie krankheitsbedingte Minderleistung geben.

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Betriebsratswahl – Light Digital?/ Bild: Unsplash.com


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