Änderungskündigungen müssen neue Tätigkeiten genau formulieren

Mit Hilfe einer Änderungskündigung kann der Arbeitgeber das bisherige Arbeitsverhältnis auflösen und zu neuen, geänderten Vertragsbedingungen fortsetzen. Verändert werden können beispielsweise die Arbeitszeiten, der Einsatzort, aber auch die Aufgaben des Mitarbeiters. So auch im Fall eines technischen Angestellten, der seit 20 Jahren in einem Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern beschäftigt war. umfassende Erweiterung der Tätigkeiten Im bisherigen Arbeitsvertrag waren …

Was die Insolvenz von Air Berlin für die Mitarbeiter bedeutet

Die zweitgrößte deutsche Air Berlin ist insolvent. Das haben die Firmenchefs jetzt offiziell mitgeteilt. Für viele Kunden, aber vor allem auch die Mitarbeiter ist das ein Schock. Rund 8.600 Mitarbeiter beschäftige Air Berlin zu Beginn des Jahres. Katastrophe in den Sommerferien Doch die 1978 gegründete Airline schrieb bereits seit mehreren Jahren rote Zahlen. Auch zahlreiche Wechsel in der Führungsebene konnten …

Krankheit: Was darf der Arbeitgeber wissen?

Ist ein Mitarbeiter erkrankt, so muss er innerhalb von drei Tagen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Aus dieser wird für den Arbeitgeber allerdings nicht ersichtlich, woran der Arbeitnehmer erkrankt ist. Nicht selten werden Arbeitgeber gerade bei häufigen Erkrankungen misstrauischen und bespitzeln deshalb die Mitarbeiter. Doch was darf der Arbeitgeber bei einer Erkrankung des Arbeitnehmers eigentlich in Erfahrung bringen? keine Auskunftspflicht gegenüber Arbeitgeber …

Fristlose Kündigung wegen vermeintlichem Arbeitszeitbetrug

Wer einen Arbeitszeitbetrug begeht, muss unter Umständen mit einer fristlosen Kündigung rechnen. So auch in einem Fall, den jetzt das Arbeitsgericht Siegburg entscheiden musste. Im vorliegenden Fall hatte sich ein Mitarbeiter nicht an seine Pausenzeiten gehalten und sich wenige Minute vor Beginn der eigentlichen Pause zum Schlafen hingelegt. Der Arbeitgeber sah darin einen klaren Arbeitszeitbetrug, da der Arbeitnehmer im Pausenraum …

Ausbildungsplatz abgelehnt wegen Tattoo

Tätowierungen führen gerade bei Bewerbungsgesprächen immer wieder zu Streitigkeiten, insbesondere dann, wenn der Arbeitgeber den Bewerber gerade auf Grund der Tätowierung ablehnt. So auch in einem Fall, den das Berliner Verwaltungsgericht zu entscheiden hatte. Im vorliegenden Fall hatte sich eine Frau auf eine Ausbildungsstelle als Justizhauptwachtmeisterin beworben. Allerdings trug die Frau in der Nähe des Handgelenks eine 5×3 cm große …

Dokumente aus der Personalakte entfernen

Die Personalakte enthält eine Vielzahl von Informationen über den Arbeitnehmer. So kann die Personalakte beispielsweise Bewerbungsunterlagen, ärztliche Befunde des Betriebsarztes, den Arbeitsvertrag, aber auch Zeugnisse und Beurteilungen enthalten. Grundsätzlich ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet überhaupt Personalakten für seine Mitarbeiter anzulegen. Allerdings gibt es heute kaum noch Unternehmen, die keine Personalakten für ihre Mitarbeiter haben. Was genau in der Personalakte steht, …

Arbeitszeugnis darf nicht ironisch formuliert sein

Die Formulierungen in Arbeitszeugnissen führen immer wieder zu arbeitsrechtlichen Streitigkeiten, die nicht selten vor dem Arbeitsgericht enden. Denn häufig erhalten Mitarbeiter eine andere, schlechtere Bewertung im Zeugnis, als eigentlich erwartet. Ganz anders war es jetzt in einem Fall, denn das Landesarbeitsgericht Hamm zu entscheiden hatte. Hier wurde der Mitarbeiter nicht schlechter bewertet, sondern im ganz im Gegenteil: viel besser, als …

Erstattung der Bewerbungskosten bei Arbeitslosen

Arbeitslose müssen teilweise hunderte Bewerbungen schreiben, oftmals ohne Erfolg. Mit jeder Bewerbung sind meist auch Kosten für Material und Versand verbunden, die nicht immer unbedingt erstattet werden. Generell übernimmt die Agentur für Arbeit nicht pauschal alle Bewerbungskosten. Allerdings können arbeitslose Bewerber für die Kosten, die für die Erstellung der Bewerbungsunterlagen anfallen, eine Pauschale von der Agentur für Arbeit erhalten. Die …

Entschädigung bei Wettbewerbsverboten

Wer seinen Arbeitnehmern ein nachträgliches Wettbewerbsverbot auferlegt, muss dafür als Ausgleich auch eine Entschädigung, die sogenannte Karenzentschädigung, zahlen. Bereits vor zwei Jahren, im Sommer 2015, entschied das Landesarbeitsgericht Hamm, dass Wettbewerbsverbote nichtig sind, wenn Vereinbarungen bezüglich der Karenzentschädigung fehlen. Im konkreten Fall enthielt der Arbeitsvertrag einer Handelskauffrau jedoch eine salvatorische Klausel, die besagte, dass nichtige Klauseln grundsätzlich durch wirksame Klauseln …

Das Handy im Büro aufladen

Nahezu jeder kennt das Problem: der Handyakku schwächelt wieder einmal. Aber Gott sei Dank hat man das Ladegerät in der Tasche und kann das Handy so auch am Arbeitsplatz laden. Dass dadurch allerdings arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen können, wissen jedoch die wenigsten Arbeitnehmer. Denn grundsätzlich gehört der Stromanschluss ja zum Unternehmen. Deshalb darf auch grundsätzlich nur der Arbeitgeber bestimmen, wie der …