Darf das Endzeugnis vom Zwischenzeugnis abweichen?

Ich habe ein super Zwischenzeugnis und jetzt ist das Endzeugnis ganz anders. Kann das sein? Diese Frage stellt sich immer wieder und verrückterweise streiten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer manchmal Jahrelang um kleinste Formulierungen. Wir haben solche Fälle auch alle paar Jahre. Aber das ist zum Glück die Ausnahme. Zum Wohle aller Beteiligter (Insbesondere auch der Fachanwälte für Arbeitsrecht) regelt man …

Fristlose Kündigung eines mutmaßlichen Islamisten

Einem Arbeitnehmer darf nicht alleine deshalb gekündigt werden, weil er mutmaßlich der islamistischen Szene angehört. Das entschieden jetzt die Richter des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen in einem aktuellen Urteil. Im konkreten Fall erhielt der Kläger, ein deutscher Staatsangehöriger, der seit 2008 bei VW als Montagewerker beschäftigt war, vom Unternehmen eine fristlose Kündigung. VW begründete die fristlose Kündigung damit, dass der Verdacht bestehe, …

Bildungsurlaub

In Deutschland können Arbeitnehmer grundsätzlich Bildungsurlaub für die berufliche oder politische Weiterbildung nutzen. Geregelt wird der Bildungsurlaub in den einzelnen Landesgesetzen der Bundesländer. Pro Jahr können Arbeitnehmer dabei eine bezahlte Freistellung von fünf (Ausnahme Saarland: 6) Tagen beanspruchen. Doch nicht immer stehen Arbeitgeber dem Bildungsurlaub positiv gegenüber. Arbeitgeber verweigert Bildungsurlaub So auch in einem Fall, den jetzt das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg …

Darf der Arbeitgeber Mitarbeiter zum Aufräumen zwingen?

Der Schreibtisch ist das Heiligtum der meisten Arbeitnehmer. Einige pflegen diesen, wie ihre heimische Küche: alles an seinem Platz und bloß keine Krümel. Andere sehen den Schreibtisch wiederum als Arbeitsstätte: Papiere stapeln sich, mindestens zwei Kaffeetassen warten auf den Weg in die Spülmaschine und die Tastatur ist irgendwo unter einem Papierstapel vergraben. Wiederum andere zieren ihren Schreibtischen mit privater Deko, …

doppelte Krankmeldung

Wer erkrankt, muss das dem Arbeitgeber mitteilen. Dabei reicht es jedoch nicht aus am dritten Tag der Erkrankung ein Attest vorzulegen. Vielmehr muss der Arbeitnehmer unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, den Arbeitgeber über die Erkrankung informieren. So sieht es das Entgeltfortzahlungsgesetz in §5 Abs. 1 vor. Wenn möglich sollte man sich deshalb bereits vor Arbeitsbeginn, spätestens jedoch in der ersten …

Welche Unterlagen werden für einen Kündigungsschutzprozess benötigt?

Wer eine Kündigung erhält, ist dieser grundsätzlich nicht schutzlos ausgeliefert. Denn im Rahmen eines Kündigungsschutzverfahrens kann die Kündigung vor dem Arbeitsgericht auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Ein Kündigungsschutzverfahren ist für viele Arbeitnehmer häufig ein Mythos. Jeder wird wohl schon einmal davon gehört haben, den genauen Ablauf jedoch nicht kennen. Generell benötigt man für einen Kündigungsschutzprozess keinen Anwalt (Anwaltszwang herrscht erst …

 „Low Performer“: Kündigung nicht so einfach möglich

Immer wieder hört  man im Zusammenhang mit Kündigungen, dass der gekündigte Mitarbeiter schon vor 10 Jahren hätte gekündigt werden sollen, weil er einfach keine Leistung gebracht habe. Solche Fälle einer leistungsbedingten Kündigung sind dann besonders schwierig. Das Arbeitsgericht in Siegburg – für die geneigten Norddeutschen zur Erklärung: Siegburg ist ein kleiner Ort in der Nähe der alten Bundeshauptstadt Bonn, gehört …

Lohntransparenz: Wissen, was der Kollege verdient

Seit Anfang des Jahres 2018 ist es möglich, das eigene Gehalt mit dem der Kollegen zu vergleichen. Dank des Auskunftsanspruchs im sogenannten Lohntransparenz-Gesetzes muss der Chef unter bestimmten Voraussetzungen die Verteilung des Gehalts unter den Mitarbeitern offenlegen. Ziel des Gesetzes ist es, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen. Durch mehr Transparenz im Unternehmen soll auch mehr Gleichheit in …

Jobcenter und Arbeitsagenturen: Diskriminierung von schwer Vermittelbaren

Im Juni diesen Jahres wurden die Ergebnisse des Dritten Gemeinsamen Berichts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vorgestellt. In dem Dokument heißt es, man wollte die „Diskriminierungserfahrungen sichtbar machen und Diskriminierungsrisiken identifizieren“. Hinsichtlich anhaltender Diskriminierungen in Jobcentern und Arbeitsagenturen ist dies zunächst auch gelungen. Ausländische Namen als Hindernis bei der Jobsuche? Dem Bericht zufolge seien Ausländer, Behinderte, Ältere und Alleinerziehende sowie Homosexuelle …

Der gläserne Bewerber

Immer wieder hören Bewerber im Bewerbungsgespräch unzulässige Fragen. Schließlich will der Arbeitgeber so viel, wie möglich über den Bewerber in Erfahrung bringen. Doch dabei sind dem Arbeitgeber strikte Grenzen gesetzt, die im Notfall auch mit Bußgeldern durchgesetzt werden. Vorsicht bei Online-Bewerbungen Problematisch kann es vor allem dann werden, wenn sich die Bewerber über eine Online-Bewerbungsmaske bewerben. Denn grundsätzlich darf der …