Altersdiskriminierung

Immer häufiger kommt es auch im beruflichen Alltag zu Diskriminierungen, auch zur Altersdiskriminierung. Diese kann zum Beispiel bereits schon vorliegen, wenn in einer Stellenausschreibung ein Arbeitnehmer für ein „junges Team gesucht wird“, denn grundsätzlich müssen Stellenanzeigen hinsichlich neutral formuliert sein, sodass sich ein objektiv geeigneter Bewerber auch bewirbt. Speziell ältere Bewerber fühlen sich von solchen Stellenausschreibungen häufig abgeschreckt und bewerben sich deshalb erst gar nicht. Um dieser Diskriminierung auf Grund des Alters entgegenzuwirken, wurde im Jahre 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz eingeführt. Dieses soll eine Benachteiligung von älteren Arbeitnehmern gegenüber jüngeren Angestellten unterbinden. Eine Diskriminierung auf Grund des Alters kann aber auch gegenüber jüngeren Arbeitnehmern erfolgen, etwa wenn ein älterer Bewerber einem jüngeren Bewerber vorgezogen wird.

AGG erlaubt unterschiedliche Behandlung in bestimmten Fällen

Altersdiskriminierung/Bild:Unsplash.com/ Wiliam Kraus

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sieht jedoch auch Ausnahmen vor, in denen eine Diskriminierung auf Grund des Alters erlaubt ist. Geregelt sind diese Ausnahmen in §10 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, wobei §10 Satz 1 des Allgemeines Gleichbehandlungsgesetzes eine sogenannte „Generalklausel“ enthält, welche besagt, dass eine Benachteiligung auf Grund des Alters erlaubt ist, wenn diese „objektiv und angemessen durch ein legitimes Ziel gerechtfertigt ist“. Diese Generalklausel wird durch sechs Beispielfälle erweitert. Zulässig ist eine Altersdiskriminierung beispielsweise, wenn auf Grund spezifischer Ausbildungsanforderungen an einen bestimmten Arbeitsplatz ein Höchstalter festgelegt wird (§10 Nr. 3 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Prinzipiell stellen die sechs Beispielfälle jedoch keine abschließende Aufzählung dar. Es muss somit stets der Einzelfall betrachtet werden.

 


Mehr zum Thema Arbeitsrecht: Arbeitsrecht im Einzelhandel Arbeitsrecht in der Altenpflege – Arbeitsrecht in der GastronomieArbeitsrecht in der LuftfahrtArbeitsunfähigkeit


Denken Sie daran!

Da Arbeitsrechtssachen schnell gelöst werden sollten, gibt es bei uns grundsätzlich umgehend einen ersten Beratungstermin. Wenn möglich noch am selben Tag, sonst tags darauf. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Wir sind telefonisch von Mo-Fr in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr erreichbar.


Auch interessant:

Bonus für Betriebstreue

Bonus für Betriebstreue/ Bild: Unsplash.com/ Sharon Mccutcheon

Viele Arbeitgeber locken ihre Mitarbeiter heute mit einem Bonus für eine lange Betriebstreue.
Egal, ob Barzahlungen oder Geschenkgutscheine, derartige Bonusvereinbarungen sind durchaus zulässig.
Wer jedoch vorher kündigt, geht in der Regel leer aus.

individuelle Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber zulässig

So auch im Fall eines Arbeitnehmers, der 2009 mit seinem Arbeitgeber eine Vereinbarung über einen Treuebonus geschlossen hatte.
Konkret wurde vereinbart, dass der Bonus über zwei Jahre hinweg angespart werden solle, allerdings erst nach fünf Jahren Betriebstreue ausgezahlt werden sollte. WEITERLESEN


Profis im Kündigungsschutz: Rechtsbeistand bei Kündigung in Wandsbek Rechtsbeistand bei Kündigung in Wilhelmsburg – Anwalt für Kündigungsschutz in BergedorfAnwalt für Kündigungsschutz in EilbekAnwalt für Kündigungsschutz in Dulsberg


Denken Sie daran!

Da Arbeitsrechtssachen schnell gelöst werden sollten, gibt es bei uns grundsätzlich umgehend einen ersten Beratungstermin. Wenn möglich noch am selben Tag, sonst tags darauf. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Wir sind telefonisch von Mo-Fr in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr erreichbar.