Arbeitsrecht: Die 6 wichtigsten Schritte nach einer Kündigung

Sie haben eine Kündigung erhalten? Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen!

Arbeitsrecht: Die wichtigsten Schritte nach einer Kündigung

  1. Das Kündigungsschreiben erhalten und prüfen.
  2. Unterschreiben Sie nichts!
  3. Meldung als Arbeitssuchender und als Arbeitsloser.
  4. Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen erheben.
  5. Lassen Sie sich ein Arbeitszeugnis ausstellen.
  6. Suchen Sie nach einem neuen Job.

Hier die Tips mit Kommentaren:

  1. Das Kündigungsschreiben erhalten und prüfen.
    Die Kündigung entgegennehmen ist in Ordnung und sogar zu empfehlen. Denn wenn Sie sich weigern, werden Sie vom Gericht so behandelt, als hätten Sie die Kündigung erhalten und kennen nicht einmal den Inhalt wirklich sicher.
    Prüfen Sie den Inhalt und Kontaktieren Sie einen Anwalt!
  2. Unterschreiben Sie nichts!
    Nichts unterschreiben. Sie sind in der Regel aufgeregt und lassen sich etwas unterschieben. Wir haben solche Fälle zu oft erlebt. Nichts unterschrieben bedeutet keinen Fehler gemacht.
  3. Meldung als Arbeitssuchender und als Arbeitsloser.
    Melden Sie sich sofort bei der Arbeitsagentur. Das geht heute ohne Probleme per Telefon und Online. Hier können Sie große Nachteile auslösen, wenn Sie zu spät sind. Faustregel: Drei Tage nach der Kündigung ist nach ok.
  4. Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen erheben.
    Wenn Sie eine Kündigung erhalten haben, sollten Sie unbedingt zum Anwalt gehen und die Aussichten einer Kündigungsschutzklage prüfen. Dabei ist Schnelligkeit angesagt. Denn die Klage muss innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht eingegangen sein. Wird diese Frist versäumt, so ist die Kündigung wirksam. Egal, was. Sonderkündigungsschutz? Weg. Unbegründet? Egal. Auch wenn sie noch so viele Fehler hat. Sie wird mit Ablauf der Drei-Wochen-Frist wirksam.
  5. Lassen Sie sich ein Arbeitszeugnis ausstellen.
    Ein gutes Zeugnis ist wichtig für den weiteren Lebensweg. Einzige Ausnahme: man geht direkt in Rente oder macht sich selbstständig. Ansonsten sollte die Bedeutung eines Zeugnisses niemals unterschätzt werden. Fordern Sie daher bei Erhalt der Kündigung vom Arbeitgeber schnell ein Zeugnis. Am Anfang wird der Arbeitgeber noch ein gutes Zeugnis rausrücken. Später eher nicht. Spätestens mit der Einigung auf eine Abfindung oder im gerichtlichen Vergleich muss das geregelt werden.
  6. Suchen Sie nach einem neuen Job.
    They never come back – Sie kommen nie zurück. Dieser alte Grundsatz hat im Kündigungsrecht (leider) große Bedeutung und ist fast immer richtig. In mehr als 5.000 Fällen hatten wir tatsächlich nur drei Fälle, in denen es nach einem Kündigungsschutzverfahren weiter ging. In allen anderen Fällen werde das Arbeitsverhältnis beendet. Darum: Der Tag der Kündigung ist der erste Tag der Jobsuche. Denn der Neue Job ist (außer kurz vor der Rente) immer notwendig.

RA Axel Pöppel


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Auch die elektronische Form ist ausgeschlossen. Die zwingende Schriftform bedeutet, dass die Kündigung eigenhändig zu unterzeichnen ist. Kündigungen, die per E- Mail, WhatsApp, SMS, Fax, E-Postbrief, telefonisch oder in einem mündlichen Gespräch ausgesprochen werden, sind unwirksam, da sie nicht der Schriftform genügen und beenden daher das Arbeitsverhältnis nicht. Damit die durch § 623 BGB vorgeschriebene Schriftform erfüllt ist, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:…WEITERLESEN

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