Die Ausgleichsklausel steht in fast jedem Aufhebungsvertrag. Meistens am Ende, meistens in einem eigenen Paragraphen, oft als Unterabsatz einer allgemeinen Schlussbestimmung. In Verhandlungen nimmt sie regelmäßig den kleinsten Teil der Zeit ein – die Abfindung wird über Stunden diskutiert, die Ausgleichsklausel in Minuten abgehakt. Das ist in vielen Konstellationen vertretbar. In anderen nicht. Welche Konstellation jeweils vorliegt, lässt sich nur …
Dienstwagen für Betriebsräte: Warum eine gut gemeinte Geste den Geschäftsführer teuer zu stehen kommen kann
Ein freigestelltes Betriebsratsmitglied erhält einen Dienstwagen mit Privatnutzung. Die Dienstwagenrichtlinie sieht das für die ursprüngliche Position nicht vor. Die Überlassung erfolgt im Zusammenhang mit einer Zusatzfunktion, die ausschließlich Betriebsratsmitgliedern angeboten wird. Als die Funktion entfällt, fordert der Arbeitgeber den Wagen zurück. Das Betriebsratsmitglied klagt auf Nutzungsausfallentschädigung. LAG Niedersachsen, Urt. v. 03.11.2025 – 15 SLa 418/25 Das LAG Niedersachsen hat die …
Wie Fachanwalt und Outplacement-Berater gemeinsam mehr für Führungskräfte erreichen
Doppelte Kompetenz, besseres Ergebnis In meiner Erstberatung höre ich von Führungskräften immer wieder eine Frage: Brauche ich neben Ihnen als Anwalt auch noch einen Outplacement-Berater? Meine Antwort lautet seit über 20 Jahren: Ja. Nicht weil ich weniger leisten möchte, sondern weil ich aus Erfahrung weiß, dass die besten Ergebnisse für Führungskräfte in Trennungssituationen dann entstehen, wenn zwei Profis zusammenarbeiten, die …
Warum kluge Unternehmen Outplacement nicht anbieten, weil sie nett sind – sondern weil es sich rechnet
Deutschland restrukturiert. Volkswagen, Bosch, Continental, BASF, SAP – die Liste der Unternehmen, die in den vergangenen zwei Jahren tausende Stellen abgebaut haben, liest sich wie das Who’s Who der deutschen Wirtschaft. Die Gründe sind strukturell und dauerhaft: Elektromobilität ersetzt Verbrenner-Kompetenz, Künstliche Intelligenz transformiert Wissensarbeit, und die Energiewende verändert die Kostenstruktur ganzer Branchen. Dies ist keine konjunkturelle Delle, sondern ein permanenter …
Vorsicht bei Beraterverträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern
Wenn informelle Provisionsversprechen an der Realität des Aktienrechts scheitern Es klingt wie ein Standardvorgang in der Praxis börsennotierter Aktiengesellschaften: Ein Aufsichtsratsvorsitzender engagiert sich persönlich in einer strategisch bedeutsamen M&A-Transaktion, leistet erhebliche Arbeit – und erwartet dafür eine angemessene Sondervergütung. Was kann daran falsch sein? Nahezu alles, wie das OLG München in einem bemerkenswert detaillierten Urteil klargestellt hat. Der Fall betrifft …
Outplacement im Aufhebungsvertrag: Was Ihr Anwalt verhandeln sollte – und was HR erwarten kann
Wenn Unternehmen sich von Führungskräften trennen, geht es in der Verhandlung fast immer zuerst ums Geld. Wie hoch ist die Abfindung? Wie lange wird freigestellt? Wann endet der Vertrag? Das sind wichtige Fragen. Aber sie verdecken eine Komponente, die in vielen Aufhebungsverhandlungen stiefmütterlich behandelt wird – und die bei kluger Gestaltung mehr Wert erzeugen kann als ein zusätzliches Monatsgehalt auf …
Soll ich einen Aufhebungsvertrag unterschreiben?
Was Geschäftsführer, Vorstände und leitende Angestellte vor der Unterschrift wissen müssen Ihr Gesellschafter, Ihr Aufsichtsrat oder Ihr Arbeitgeber legt Ihnen einen Aufhebungsvertrag vor – vielleicht mit dem Hinweis, schnell zu unterschreiben. Das sollten Sie auf keinen Fall tun. Denn als Führungskraft stehen bei einem Aufhebungsvertrag in aller Regel Beträge im sechs- bis siebenstelligen Bereich auf dem Spiel: Abfindung, Pensionszusagen, Boni, …







