Grundlose Kündigung in der Probezeit

Mensch macht seine Arbeit anständig und ordentlich, leistet Überstunden und bekommt gutes Feedback. Alle Rückmeldungen sind super. Und dann aus dem Nichts: Die Probezeitkündigung.

Solche Fälle erleben wir immer wieder und berichten hier über eben einen solchen Fall:


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit November 2021 bin ich bei einem gemeinnützigen Träger als pädagogischer Mitarbeiter beschäftigt. Völlig unerwartet wurde ich am 15.01.2022 auf den 31.01.2022 in der Probezeit gekündigt.

Nach Absprache mit einer Frau vom Betriebsrat wurde mir nahegelegt, mich mit einem Anwalt in Verbindung zu setzten. Die Krankmeldung, wie auch Kündigung habe ich digital und kann die per Mail nachreichen, wie auch alle Arbeitszeugnisse von mir. Mir war meine Arbeit immer wichtig und ich habe sie aus vollem Herzen getan, weshalb mich die Umstände nun sehr an allem zweifeln lassen.

Ich würde mich folglich gerne bei Ihnen beraten lassen und eine Kündigungsschutzklage einreichen, da ich das so nicht darauf beruhen lassen möchte. Aber ich möchte nicht mehr für Menschen arbeiten, die mich so behandeln. Ich hatte schon in meinem Werkstundentenverhältnis regelmäßig verstoßen gegen das Arbeitszeitgesetz, was oft im öffentlichen Dienst normal ist, aber das war auch mir zu viel.

Ich hoffe auf eine baldige Antwort und darauf, dass Sie meinem Fall übernehmen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Was tun bei Kündigung in der Probezeit?/Bild: Unsplsh.com


Guten Abend Herr …,

gerne können wir Sie in der Angelegenheit unterstützen.

Tatsächlich kann der Arbeitgeber auch außerhalb des Kündigungsschutzgesetztes (ob dieses Anwendbar ist, wird aus Ihren Ausführungen nicht ganz deutlich) nicht nach Belieben kündigen. Wie erfolgsversprechend das Vorgehen gegen die Kündigung ist, können wir besser beurteilen, wenn uns Ihre Unterlagen vorliegen. Insbesondere bei der Beteiligung des Betriebsrats machen Arbeitgeber oft Fehler.

Bitte übersenden Sie uns kurzfristig Ihren Arbeitsvertrag (auch den als Werkstudent, falls Sie diesen zur Hand haben), eine aktuelle Abrechnung (und eine Abrechnung aus Ihrer Zeit als Werkstudent), das und die Rechtsschutzversicherungsdaten.

Beachten Sie bitte, dass ab Zugang der Kündigung innerhalb von nur drei Wochen Klage beim Arbeitsgericht erhoben sein muss, wenn man sich gegen die Kündigung zu Wehr setzen möchte.

Wir melden uns umgehend nach der Sichtung der Unterlagen sofort bei Ihnen zurück.

Ab wann sind Sie telefonisch wieder besser erreichbar?

Mit freundlichen Grüßen

Hamza Gülbas
Rechtsanwalt

RA Hamza Gülbas


Mehr zum Thema Arbeitsrecht: Arbeitsrecht im Einzelhandel –  – Anwalt Scheidung HamburgAbfindung AuflösungsanstragKündigung mit ÄnderungsangebotÄnderungskündigung betriebsbedingtAnwalt Hamburg ArbeitsrechtIch suche einen Anwalt für KündigungsschutzKündigung wegen Maßregelung – Arbeitnehmer Personalgespräch – PersonalratAnwalt Scheidung EppendorfAnwalt Scheidung HamburgLiebe am Arbeitsplatz


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr


Auch interessant:

Kündigung in der Probezeit

In der Probezeit gelten für eine Kündigung einige besondere Voraussetzungen. Eine Kündigung kann in der Probezeit grundsätzlich grundlos erfolgen. Der Arbeitgeber muss zwar einen Grund für die Kündigung haben, diesen muss er gegenüber dem Arbeitnehmer allerdings nicht benennen.

Abweichende Regelungen für die Kündigungsfrist

Abweichende Regelungen gelten in der Probezeit auch für die Kündigungsfrist. Bei einer Probezeit von bis zu sechs Monaten beträgt die Kündigungsfrist in der Regel zwei Wochen. Eine Verkürzung dieser Frist jedoch nicht möglich. Wichtig: die Kündigungsfrist gilt für beide Parteien. Schließlich ist Sinn der Probezeit, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber besser kennenlernen können….WEITERLESEN

Kündigung wegen der Probezeit/ Bild: Unsplash.com/ Alejandro Escamilla


Profis zum Kündigungsschutz: Anwalt für Arbeitsrecht in BarmbekAnwalt für Arbeitsrecht in HusumAnwalt für Arbeitsrecht in EilbekFachanwalt für Kündigung in Alsterdorf Fachanwalt für Kündigung in HarburgAnwalt Kündigungsschutz HamburgTuifly KündigungRechtsanwalt für Arbeitsrecht in WandsbekRechtsanwalt für Arbeitsrecht in Husum  Rechtsbeistand bei Kündigung in Husum Rechtsbeistand bei Kündigung in Wilhelmsburg


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr


Auch interessant:

Personalgespräch: Heimliche Aufzeichnung führt zur Kündigung

Als der Arbeitgeber und der Betriebsrat zum Personalgespräch luden, zeichnete ein Arbeitnehmer die im diesem Rahmen gesprochenen Worte auf. Diese Verletzung der Persönlichkeitsrechte führte zur fristlosen Kündigung. Dass diese auch rechtmäßig ist, entschied das Hessische Landesarbeitsgericht in einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil.

Zu dem Personalgespräch kam es, weil dem Arbeitnehmer vorgeworfen wurde, seine Kollegen beleidigt und sogar verbal bedroht zu haben. So hatte er einen Teil seiner Kollegen in einer E-Mail als „low performer“ und „faule Mistkäfer“ bezeichnet. Hierfür kassierte er zunächst eine Abmahnung.

Offene und erkennbare Aufzeichnung des Gesprächs?

Einige Monate später luden dann Betriebsrat und der Vorgesetzte zum Personalgespräch. Dieses zeichnete der Arbeitnehmer heimlich mit seinem Smartphone auf. Als der Vorgesetzte dies später zufällig erfuhr, sprach er die fristlose Kündigung aus. Hiergegen klagte der Arbeitnehmer und berief sich darauf, dass er nicht gewusst habe, dass eine solche Ton-Aufnahme verboten gewesen sei. Außerdem habe er sein Smartphone während des gesamten Gesprächs offen auf dem Tisch liegen gehabt…WEITERLESEN

Personalgespräch: Heimliche Aufzeichnung führt zur Kündigung/ Bild: Unsplash.com


Mehr zum Thema Arbeitsrecht: Sozialplan ArbeitsrechtSozialplankündigungAufhebungsvertrag bei SozialplanSozialplan MitbestimmungSozialplan AbfindungFachanwalt für Arbeitsrecht Hamburg  Anwalt Kündigungsschutz HamburgTuifly Kündigung


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr


Auch interessant:

Bonus für Betriebstreue

Viele Arbeitgeber locken ihre Mitarbeiter heute mit einem Bonus für eine lange Betriebstreue.
Egal, ob Barzahlungen oder Geschenkgutscheine, derartige Bonusvereinbarungen sind durchaus zulässig.
Wer jedoch vorher kündigt, geht in der Regel leer aus.

individuelle Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber zulässig

So auch im Fall eines Arbeitnehmers, der 2009 mit seinem Arbeitgeber eine Vereinbarung über einen Treuebonus geschlossen hatte.
Konkret wurde vereinbart, dass der Bonus über zwei Jahre hinweg angespart werden solle, allerdings erst nach fünf Jahren Betriebstreue ausgezahlt werden sollte. WEITERLESEN

Bonus für Betriebstreue/ Bild: Unsplash.com/ Sharon Mccutcheon


Profis im Kündigungsschutz: Kanzlei für Arbeitsrecht in DulsbergAnwaltskanzlei für Arbeitsrecht in DulsbergFachanwalt für Kündigung in AlsterdorfFachanwalt für Kündigung in Hamburg Kanzlei für Arbeitsrecht in BergedorfAnwalt für Arbeitsrecht in Hamburg ÜbergangsversorgungAirbus Finkenwerder Personalabbau


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr


Auch interessant:

Elternzeit verkürzen 

Grundsätzlich können Arbeitnehmer ihre Elternzeit auch verkürzen. Allerdings muss dafür der Arbeitgeber zustimmen. Allerdings sieht das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) vor, dass der Arbeitgeber diesem Wunsch nicht unbedingt nachkommen muss.
Denn der Arbeitgeber hat für den Zeitraum der geplanten Elternzeit in der Regel eine Vertretung eingestellt. Da der Arbeitgeber nicht zwei Mitarbeiter für die gleiche Stelle benötigt, muss dem Arbeitgeber somit die Möglichkeit gegeben werden, dass er die Verkürzung der Elternzeit ablehnt. Ausnahme in Härtefällen…Weiterlesen


Profis im Kündigungsschutz: Anwalt für Arbeitsrecht in BarmbekAnwalt für Arbeitsrecht in HusumAnwalt für Arbeitsrecht in Hamburg BergedorfAnwalt für Arbeitsrecht n EilbekAnwalt für Arbeitsrecht in Hamburg ÜbergangsversorgungAirbus Finkenwerder PersonalabbauFachanwalt für Arbeitsrecht Hamburg  Anwalt Kündigungsschutz HamburgTuifly Kündigung


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr