Urlaub nachweisen beim Jobwechsel

Was viele Arbeitnehmer nicht wissen, wer den Job wechselt muss dem neuen Arbeitgeber eine Bescheinigung über den gewährten oder abgegoltenen Urlaub vorzeigen.
Dies verlangt das Bundesurlaubsgesetz in § 6 Abs.2.

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So soll verhindert werden, dass Arbeitnehmer nicht doppelten Urlaub erhalten. Denn hat der Arbeitnehmer bereits beim alten Arbeitnehmer den Urlaubsanspruch voll ausgeschöpft, so kann er bei seinem neuen Arbeitgeber keine Urlaubsansprüche mehr stellen.
Ohne diese Regelung würden Arbeitgeber schließlich Gefahr laufen, dass Arbeitnehmer nur so lange im Unternehmen arbeiten, wie sie die Urlaubsansprüche nutzen können.
Doch kann der neue Arbeitgeber den Urlaub verweigern, wenn der Arbeitnehmer genau diese Bescheinigung vom alten Arbeitgeber nicht vorweisen kann?

neuer Arbeitgeber kann Urlaub verweigern

Grundsätzlich hat der neue Arbeitgeber das Recht den Urlaub so lange zu verweigern bis der Arbeitnehmer die Urlaubsbescheinigung vorlegen kann.

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Deshalb soll der alte Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine schriftliche Bescheinigung ausstellen, die erkennen lässt, wie viele Urlaubstage der Mitarbeiter genommen hat bzw. wie viele Urlaubstage abgegolten wurden.
Dabei darf der Arbeitgeber allerdings nicht auf den gesetzlichen Mindesturlaub abstellen, sondern muss auf die tatsächlichen Urlaubsansprüche des Arbeitnehmers eingehen.
Hierbei hat der Arbeitnehmer allerdings eine Mitwirkungspflicht.

bisherige Urlaubstage selbst notieren

Häufig vergessen Arbeitnehmer beim Jobwechsel, dass sie bereits im Kalenderjahr Urlaubstage genommen haben.
Zur Sicherheit sollte man sich seine Urlaubstage selbst notieren, damit man bei einem möglichen Jobwechsel weiß, wie viele Urlaubstage im Kalenderjahr noch zur Verfügung stehen.
Wer seine Urlaubstage im laufenden Kalenderjahr bereits verbraucht hat, sollte zudem keinesfalls eigenmächtig einfach in den Urlaub fahren.
Denn dies stellt grundsätzlich einen Grund für eine fristlose Kündigung dar.
Auch, wer sich einfach krankmeldet, riskiert eine fristlose Kündigung.
Deshalb lieber zu Beginn des Kalenderjahres den Urlaub planen.


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Das Arbeitszeugnis bzw. Zeugnis ist für jeden Arbeitnehmer eine wichtige Angelegenheit. Hiermit kann er oder sie nachweisen, welcher Form der Arbeit er in den letzten Jahren nachgegangen ist, wie er bei seinen Arbeitgebern angekommen ist und wie seine Arbeit generell eingeschätzt wurde. Bewirbt sich ein Arbeitnehmer auf eine neue Arbeitsstelle, sind es besonders die Arbeitszeugnisse, die beim Personaler viel Beachtung finden. Sie dienen ihm als externe Einschätzung und helfen dabei, die Bewerbung bestmöglich abzuschätzen und sich ein Bild von der bisherigen Arbeitsweise des Bewerbers zu machen.

Ein Zeugnis muss wohlwollend und zutreffend sein

Das, was so einfach klingt, birgt jedoch einige Tücken: Da der Arbeitgeber nach dem Deutschen Arbeitsrecht dazu verpflichtet ist, seinem ehemaligen Mitarbeiter ein „wohlwollendes“ Zeugnis auszustellen, klingen beinahe alle Zeugnisse beim ersten Lesen durchaus positiv. Doch hinter der oberflächlich freundlichen Formulierung stecken oft Aussagen, die alles andere als ein gutes Licht auf den Beschriebenen werfen. Das ‚Zeugnis-Deutsch‘ scheint ein geheimer Code zu sein, den nur Personaler verstehen. Nicht alles, was im Arbeitszeugnis freundlich und wohlwollend klingt, ist auch so gemeint. Oft werden eigentlich negative Äußerungen auf eine Weise verklausuliert, dass sie zwar auf den ersten Blick den Angestellten gut dastehen lassen, einem geübten Personaler jedoch eine eigentlich negative Botschaft zu übermitteln fähig sind. Weiterlesen


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