Anspruch auf besseres Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnisse führen immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Nicht selten endet der Streit schließlich vor dem Arbeitsgericht.
Denn natürlich möchte der Arbeitnehmer ein möglichst gutes Arbeitszeugnis erhalten, schließlich ist das Arbeitszeugnis elementar für die nächsten Bewerbungen. Der Arbeitgeber möchte hingegen ein ehrliches Arbeitszeugnis abgeben. Häufig sind dem Arbeitszeugnis bereits Verhandlungen vorausgegangen, denn die meisten Arbeitnehmer haben klare Vorstellungen, was genau in ihrem Arbeitszeugnis stehen soll. Weicht der Arbeitgeber davon ab, verlangen Arbeitnehmer zumeist, dass der Arbeitgeber das Zeugnis nachträglich noch verbessert.
Doch haben Arbeitnehmer darauf einen Anspruch?

Wohlwollendes Zeugnis ist Pflicht

Pöppel Rechtsanwälte

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Generell sind Arbeitgeber verpflichtet ein wohlwollendes Zeugnis auszustellen. Allerdings muss das Zeugnis auch den Tatsachen entsprechen.
War die Arbeitsleistung des Mitarbeiters „nur“ befriedigend, so muss der Arbeitgeber dies auch im Arbeitszeugnis erwähnen. Da das Arbeitszeugnis den Tatsachen entsprechen muss, hat der Arbeitnehmer in einem solchen Fall kein Recht auf ein besseres Arbeitszeugnis.
Allerdings darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter auch keine Steine für zukünftige Bewerbungen in den Weg legen. Arbeitszeugnisse, die beispielsweise ironisch oder polemisch sind, darf der Arbeitnehmer also durchaus zur erneuten Überarbeitung zurückweisen. Will der Arbeitnehmer jedoch ein besseres Arbeitszeugnis, so muss er dagegen mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht vorgehen. Vor Gericht muss der Arbeitnehmer dann allerdings beweisen können, dass seine Leistung besser war, als im Arbeitszeugnis beschrieben. In der Regel ist dies allerdings schwer nachweisbar. Erfolg haben solche Fälle in der Praxis meist nur, wenn der Arbeitgeber ein unhaltbares Zeugnis ausstellt.

Wunschzeugnis vorab äußern

Generell können Arbeitnehmer durchaus bereits vorab ein „Wunschzeugnis“ erstellen. Für Arbeitgeber ist es dann oft einfacher ein Arbeitszeugnis zu erstellen, da man auf die Vorlage des Arbeitnehmers zurückgreifen kann. Die meisten Arbeitgeber sind in der Regel auch bereit sich vorab über das Arbeitszeugnis zu unterhalten. So kann man als Arbeitnehmer seine Wünsche einbringen und erspart sich spätere Streitigkeiten. Wer allerdings ein ironisches, polemisches oder unwahres Arbeitszeugnis erhalten hat, sollte keinesfalls den Weg zum Fachanwalt für Arbeitsrecht scheuen.
Denn grundsätzlich haben alle Arbeitnehmer ein Recht auf ein wohlwollend formuliertes Arbeitszeugnis.


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Denken Sie daran!

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Das Arbeitszeugnis bzw. Zeugnis ist für jeden Arbeitnehmer eine wichtige Angelegenheit. Hiermit kann er oder sie nachweisen, welcher Form der Arbeit er in den letzten Jahren nachgegangen ist, wie er bei seinen Arbeitgebern angekommen ist und wie seine Arbeit generell eingeschätzt wurde. Bewirbt sich ein Arbeitnehmer auf eine neue Arbeitsstelle, sind es besonders die Arbeitszeugnisse, die beim Personaler viel Beachtung finden. Sie dienen ihm als externe Einschätzung und helfen dabei, die Bewerbung bestmöglich abzuschätzen und sich ein Bild von der bisherigen Arbeitsweise des Bewerbers zu machen.

Ein Zeugnis muss wohlwollend und zutreffend sein

Das, was so einfach klingt, birgt jedoch einige Tücken: Da der Arbeitgeber nach dem Deutschen Arbeitsrecht dazu verpflichtet ist, seinem ehemaligen Mitarbeiter ein „wohlwollendes“ Zeugnis auszustellen, klingen beinahe alle Zeugnisse beim ersten Lesen durchaus positiv. Doch hinter der oberflächlich freundlichen Formulierung stecken oft Aussagen, die alles andere als ein gutes Licht auf den Beschriebenen werfen. Das ‚Zeugnis-Deutsch‘ scheint ein geheimer Code zu sein, den nur Personaler verstehen. Nicht alles, was im Arbeitszeugnis freundlich und wohlwollend klingt, ist auch so gemeint. Oft werden eigentlich negative Äußerungen auf eine Weise verklausuliert, dass sie zwar auf den ersten Blick den Angestellten gut dastehen lassen, einem geübten Personaler jedoch eine eigentlich negative Botschaft zu übermitteln fähig sind.

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