Elternzeit verkürzen

Grundsätzlich können Arbeitnehmer ihre Elternzeit auch verkürzen. Allerdings muss dafür der Arbeitgeber zustimmen.
Allerdings sieht das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) vor, dass der Arbeitgeber diesem Wunsch nicht unbedingt nachkommen muss.
Denn der Arbeitgeber hat für den Zeitraum der geplanten Elternzeit in der Regel eine Vertretung eingestellt. Da der Arbeitgeber nicht zwei Mitarbeiter für die gleiche Stelle benötigt, muss dem Arbeitgeber somit die Möglichkeit gegeben werden, dass er die Verkürzung der Elternzeit ablehnt.

Ausnahme in Härtefällen

Allerdings enthält das BEEG auch eine Ausnahme für besondere Härtefälle.
Ist beispielsweise die wirtschaftliche Existenz durch die Elternzeit gefährdet und muss sie deshalb verkürzt werden, so haben Arbeitnehmer im Einzelfall einen Anspruch auf die Verkürzung der Arbeitszeit.

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Auch, wenn der Partner verstirbt oder schwer erkrankt ist, liegt ein solcher Härtefall im Einzelfall vor.
In solchen Fällen darf der Arbeitgeber die Verkürzung der Elternzeit nur wegen besonders dringender betrieblicher Erfordernisse ablehnen.
Eine Ablehnung muss jedoch vier Wochen vorher schriftlich bekannt gegeben werden.

Arbeitgeber haben meist Verständnis

In der Regel haben jedoch auch Arbeitgeber in einem solchen Härtefall Verständnis für den Abbruch oder die Verkürzung der Elternzeit und kommen dem Wunsch dann auch meist nach.
Wer das persönliche Gespräch mit dem Arbeitgeber sucht und seine persönlichen Gründe darlegt, wird in der Regel auf ein offenes Ohr beim Arbeitgeber stoßen.

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Eine weitere Ausnahme besteht jedoch, wenn die Geburt eines weiteren Kindes ansteht.
In diesem Fall kann die werdende Mutter die Elternzeit verkürzen beziehungsweise abbrechen, und die Fristen des Mutterschutzes in Anspruch nehmen.
Die Elternzeit geht dann in der Regel in den Mutterschutz über.
Generell hilft immer ein Gespräch mit dem Arbeitgeber. So können beide Seiten ihre Argumente vortragen.
Ist keine Verringerung der Elternzeit möglich, so können Arbeitnehmer immer noch eine Teilzeitbeschäftigung beantragen, um so wieder früher in den Job zurückkehren zu können.
Allerdings sollten Arbeitnehmer dann auch bedenken, dass sie dann keinen Anspruch mehr auf eine Vollzeitstelle haben.


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Mutterschutzgesetz (MuSchG)

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„Jede Mutter hat Anspruch auf die Fürsorge und den Schutz der Gemeinschaft“. Dieses schöne Zitat stammt aus dem Grundgesetz. genauer aus Art. 6 Absatz 4 GG. Um diesen Anspruch zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber gerade im Bereich des Arbeitsrechts besondere Schutzvorschriften geschaffen.

Die Kündigung durch den Arbeitgeber ist grundsätzlich ausgeschlossen

  • während der Schwangerschaft (vom 1. Tag/ Empfängnis an)
  • vier Monate nach der Entbindung (Wichtig: Von einer Entbindung geht die Rechtsprechung auch bei einer Fehlgeburt aus, wenn das Fötus ein Gewicht von 500 gr. erreicht hatte)

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