Der gläserne Bewerber

Immer wieder hören Bewerber im Bewerbungsgespräch unzulässige Fragen. Schließlich will der Arbeitgeber so viel, wie möglich über den Bewerber in Erfahrung bringen.
Doch dabei sind dem Arbeitgeber strikte Grenzen gesetzt, die im Notfall auch mit Bußgeldern durchgesetzt werden.

Vorsicht bei Online-Bewerbungen

Problematisch kann es vor allem dann werden, wenn sich die Bewerber über eine Online-Bewerbungsmaske bewerben.
Denn grundsätzlich darf der Arbeitgeber persönliche Informationen nur dann anfordern, wenn diese für die Begründung des Arbeitsverhältnisses erforderlich sind.
Dies ist regelmäßig bei dem Namen, der Anschrift, der Telefonnummer und der E-Mailadresse der Fall.
Unzulässig sind hingegen Fragen nach dem Alter oder dem Familienstand. Denn solche Informationen sind in der Regel nicht für die Begründung eines Arbeitsverhältnisses erforderlich.
Denn gerade bei Alter und Familienstand liegt schnell der Verdacht der Diskriminierung nahe.
Dies gilt vor allem auch für Fragen nach bestehenden oder geplanten Schwangerschaften oder religiösen Ansichten oder der sexuellen Orientierung.

Google und Facebook als Auskunft

Gerade in Zeiten des Internets können sich Arbeitgeber natürlich auch „frei zugängliche“ Informationen über Suchmaschinen im Internet besorgen.
Diese dürfen allerdings nur dann verwendet werden, wenn sie nicht entgegen des Willen des Bewerbers veröffentlicht worden sind.
Kritisch wird es jedoch bei sozialen Netzwerken. Denn hier veröffentlicht der Bewerber in der Regel Beiträge, die freizeitorientierten Zwecken dienen.
Solche Beiträge darf der Arbeitgeber nicht für eine mögliche Einstellung berücksichtigen.

People Analytics

Häufig nutzen Arbeitgeber sogar externe Dienstleister, die Backgroundchecks der Bewerber durchführen sollen.
Ein großes Problem stellt dabei vor allem die People Analytics dar.
Dabei werden mit Hilfe einer Software öffentliche Beiträge und Texte, wie beispielsweise Bachelor- oder Diplom-Arbeiten von der Software analysiert, um dann auf die Persönlichkeit des Bewerbers schließen zu können.
Ein so exaktes Persönlichkeitsprofil ist jedoch für die Begründung eines Arbeitsverhältnisses nicht erforderlich.
Auch Fragen nach Freunden oder Hobbies sind unzulässig. Denn, was der Bewerber in seiner Freizeit macht, geht den Arbeitgeber grundsätzlich nichts an.
Auch, wenn dieser einem Extremsport nachgeht, hat dies den Arbeitgeber nicht zu interessieren.
Wer eine unzulässige Frage gestellt bekommt, darf dann sogar zur Lüge greifen ohne Sanktionen fürchten zu müssen.

Der Gläserne Bewerber/ Bild: Unsplash.com/ Mohammad Metri


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