Grundloser Dresscode

Dresscodes führen am Arbeitsplatz immer wieder zu Missverständnissen und Unmut.
Dabei ist klar, dass in einigen Berufen und Branchen Dresscodes unerlässlich sind. So wird wohl kaum ein Chef einer Werbeagentur von seinen Mitarbeitern die Einhaltung eines bestimmten Dresscodes fordern. Bankangestellte müssen einen Dresscode jedoch meist hinnehmen. Doch darf der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einfach ohne erkennbaren Grund einen Dresscode auferlegen?

Dresscode nur bei berechtigtem Interesse

Pöppel Rechtsanwälte

Grundsätzlich nicht, denn für einen Dresscodes braucht der Arbeitgeber stets ein berechtigtes Interesse.
Ein berechtigtes Interesse liegt beispielsweise vor, wenn Hygiene- oder Sicherheitsvorschriften bestimmte Kleidung erfordern.
So kann der Arbeitgeber Mitarbeiter auf Grund von Sicherheitsvorschriften zum Tragen von Sicherheitsschuhen oder Sicherheitskleidung am Arbeitsplatz verpflichten.
Auch Hygienevorschriften können beispielsweise bestimmte Kleidung, wie Kittel oder Haarnetze erfordern.

einheitliches Erscheinungsbild

unsplash.com/ fancycrave

Doch auch ein einheitliches Erscheinungsbild kann durchaus ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers darstellen.
So kann der Arbeitgeber beispielsweise ein einheitliches Erscheinungsbild gegenüber Kunden und Geschäftspartnern fordern. Gerade in großen Unternehmen mit viel Kundenkontakt legen Arbeitgeber häufig Wert auf ein einheitliches Erscheinungsbild. Allerdings sind auch hier Grenzen gesetzt. Zwar darf der Arbeitgeber beispielsweise einen Business-Dresscode, also Kostüm oder Hosenanzug für die weiblichen Angestellten und Anzug für die männlichen Angestellten, fordern, Grenzen werden allerdings bei Farb- oder Markenwünschen gesetzt.
Schließlich müssen Arbeitnehmer trotz Dresscodevorgaben noch Spielraum für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten haben.

Dresscode mit Hilfe einer Betriebsvereinbarung festlegen

Berufskleidung

Schwieriger wird es dann, wenn der Arbeitgeber ein einheitliches Erscheinungsbild fordert, die Mitarbeiter allerdings keinen Kontakt „nach außen“ haben.
Der Arbeitgeber kann sich dabei nicht auf das Argument stützen, dass es doch schöner aussieht, wenn alle Mitarbeiter einem bestimmten Dresscode entsprechen.
Allerdings kann der Arbeitgeber seine Kleiderwünsche in einer Betriebsvereinbarung festhalten.
Diese muss allerdings mit dem Betriebsrat abgestimmt werden.
Hat der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse am Dresscode, so sollten sich Arbeitnehmer unbedingt daran halten.
Wer gegen den Dresscode verstößt, muss unter Umständen auch mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen.


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