Kaufhof in der Krise

Die Kaufhauskette Kaufhof scheint in einer tiefen wirtschaftlichen Krise zu stecken.
Wie jetzt bekannt wurde, will das Unternehmen auf Grund der angespannten wirtschaftlichen Lage die Gehälter der knapp 21.000 Mitarbeiter kürzen.
Das Unternehmen verspricht sich davon eine „wirtschaftliche Atempause“.

drastische Einsparungsmaßnahmen

Kaufhof-Chef Wolfang Link teilte mit, dass Ver.di bereits eingeschaltet worden sei, um einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag zu schließen.
Damit würde der bisher geltende Einzelhandelstarifvertrag aufgelöst werden.
Der neue Tarifvertrag bedeutet für einen Großteil der Mitarbeiter jedoch finanzielle Einschnitte. So sollen die Gehälter der Mitarbeiter um rund drei bis fünf Prozent gekürzt werden.
Zudem sollen für die nächsten drei Jahre Urlaubstage und das Weihnachtsgeld gestrichen werden. Auch die Arbeitszeit soll mit der Rückkehr zur 40-Stunden-Woche erhöht werden.
Damit wählt die Unternehmensführung drastische Schritte.

Verhandlungen mit Ver.di

Diese werden vom Unternehmen allerdings bewusst in Kauf genommen, um so langfristig Arbeitsplätze retten zu können.
Nach Angaben der Unternehmensführung seien die derzeitigen Umsatz- und Ertragsentwicklungen existenzgefährdend.
Ob das Konzept der Unternehmensführung aufgeht, bleibt offen.
Stimmt die Gewerkschaft Ver.di dem Sicherungstarifvertrag nicht zu, droht dem Unternehmen die Insolvenz und der Verlust zahlreicher Filialen und Arbeitsplätzen.
In Deutschland existieren derzeit 97 Filialen der Kaufhauskette. In Belgien, wo die Kaufhäuser den Namen Galeria Inno tragen, bestehen zudem weitere 16 Filialen.

Kaufhäuser in der Krise

Kaufhäuser in der Kriese/ Bild: Únsplash.com/ Neonbrand

Noch bis Oktober 2015 gehörte die Kette zur Metro-Gruppe.
Anschließend wurde sie jedoch von der kanadischen Hudson’s Bay für rund 2,8 Milliarden Euro gekauft. Bis dato schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen.
Dies änderte sich jedoch mit dem Übergang an Hudson’s Bay.
Bedingt wird die Krise vieler Warenhäuser auch von den Internetversandhäusern. Denn immer mehr Kaufwillige kaufen ihre Ware, egal, ob Koffer oder Schrank, mittlerweile im Internet.
Für die klassischen Kaufhäuser wird es immer schwieriger sich gegen die Internetriesen durchzusetzen.
Dies zeigt auch die Insolvenz des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, der Insolvenz anmelden musste.
Karstadt hat sich mittlerweile jedoch nach zahlreichen Einsparungsmaßnahmen wieder erholt.


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