Kleine Geschenke – was darf ich annehmen?

Teilweise erhalten Mitarbeiter vom Arbeitgeber zum Jahresende kleine Geschenke.
Häufig möchte der Arbeitgeber sich so für ein gutes Geschäftsjahr oder eine gute Zusammenarbeit bedanken.
Und auch Kunden erhalten nicht selten kleine Aufmerksamkeiten.
Doch generell sollten Arbeitnehmer bei der Annahme von Geschenken vorsichtig sein.
Viele Unternehmen verbieten es den Mitarbeitern deshalb generell Geschenke von Kunden anzunehmen. Erlaubt es der Arbeitgeber, dann meist nur, wenn das Geschenk einen Wert von 10 oder 20 Euro nicht überschreitet.

Unsplash.com/ Marina Khrapova

So wollen Arbeitgeber vermeiden, dass die Mitarbeiter von den Kunden beeinflusst werden.
Denn natürlich vergibt der verantwortliche Mitarbeiter den großen Auftrag in der Regel an den Kunden, zu dem er ein besonderes Vertrauensverhältnis hat. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, so heißt es ja auch im Sprichwort.
Genau sowas will der Arbeitgeber vermeiden.

Die Grenze zur unerlaubten Vorteilsannahme als schwerwiegendem Verstoß mit erheblichen Folgen und möglichen Sanktionen. Auch eine Fristlose Kündigung kann möglich sein.

Generelles Verbot sollte eingehalten werden

Besteht für Mitarbeiter ein generelles Verbot bezüglich der Annahme von Geschenken, so sollten sich die Mitarbeiter auch daranhalten.
Dies gilt selbst für kleine Geschenke, wie Kugelschreiber.
Anders sieht es bei Selbstständigen aus, denn Selbstständige dürfen Geschenke von Auftragnehmern grundsätzlich annehmen.

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Aber Geschenke müssen aus Steuergründen ab einer Grenze von zehn Euro als Betriebseinnahme aufgeführt werden.
Grundsätzlich kann auch der Arbeitgeber ein Geschenk von seinen Mitarbeitern annehmen. Allerdings nur dann, wenn das Geschenk passend erscheint und dem Schenker nicht deshalb ein Vorteil gewährt wird.

Allerdings muss auch der Arbeitgeber die steuerlichen Vorgaben beachten.
Verschenkt der Arbeitgeber Aufmerksamkeiten, so gilt eine Grenze von 35 Euro pro Kunde und pro Jahr, um die Geschenke als Betriebsausgaben deklarieren zu können.
Generell ist die Frage nach der Annahme von Geschenken und die steuerlichen Vor- und Nachteile sehr komplex.
Ist die Annahme von Aufmerksamkeiten für die Arbeitnehmer verboten, sollten sich Arbeitnehmer auch strikt daranhalten. Auch bei noch so schönen Geschenken muss man dann leider ablehnen, da ansonsten arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen können.
Wer sich unsicher ist, ob er ein Geschenk annehmen darf, sollte deshalb lieber Rücksprache mit dem Arbeitgeber halten.


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