1400 Kündigungen bei Air Berlin noch im Oktober?

Die Insolvenz von Air Berlin kam wohl für die meisten Mitarbeiter mehr als plötzlich. Und dennoch haben viele auf Grund des zunächst von der Bundesregierung gewährten Kredits gehofft doch noch die Insolvenz abwenden zu können.
Doch für Air Berlin sieht es mittlerweile schlecht aus. Sehr schlecht sogar.

Kündigungswelle für das komplette Bodenpersonal?

1400 Kündigungen bei Air Berlin noch im Oktober?/ Bild: Unsplash.com/ Markus Spiske

Zwar laufen noch bis zum 12. Oktober Verhandlungen mit der deutschen Lufthansa und dem britischen Billigflieger Easyjet.
Doch ob Air Berlin von einem der beiden Verhandlungspartner vollständig oder nur zu Teilen übernommen wird, bleibt offen.
Wie jetzt bekannt wurde, rechnet der Betriebsrat der Air Berlin damit, dass noch im Oktober 1400 Beschäftigte gekündigt werden könnten. Dies geht aus einem internen Papier hervor.
Die Kündigungen sollen dabei vor allem dem Boden- und Verwaltungspersonal der Airline gelten.
Gegenüber dem Betriebsrat wurde bereits mitgeteilt, dass das komplette Bodenpersonal bis Ende Oktober gekündigt werden soll.
Damit greift die Airline bereits jetzt zu drastischen Schritten.
Mitarbeiter, die jedoch für die Aufrechterhaltung des Flugplanes (beispielsweise Piloten oder Flugpersonal) nötig sind, sollen „erst“ Ende Februar 2018 gekündigt werden.
Alle anderen Mitarbeiter werden nach Einschätzung des Betriebsrats wohl freigestellt.
Air Berlin selbst hat sich bisher jedoch noch nicht öffentlich geäußert.

Sozialplan soll ausgehandelt werden

Damit ist die komplette Einstellung des Flugverkehrs von Air Berlin in nahe Zukunft gerückt.
Air Berlin will jedoch noch im Oktober einen Sozialplan aushandeln. Informationen gibt es darüber allerdings bisher keine.

1400 Kündigungen bei Air Berlin noch im Oktober?/ Bild: Unsplash.com/ Dan Carlson

Auch Verdi ist mittlerweile in die Verhandlungen eingestiegen und forderte die Schließung eines Tarifvertrages zwischen Air Berlin und dem oder den neuen Käufern.
So will die Gewerkschaft mindestens 80 Prozent der Arbeitsplätze retten.
Bisher wurde jedoch nur ein Rahmentarifsozialplan ausgehandelt. Dieser gilt zudem nur für Air Berlin Technik.
Damit ist zumindest ein „Auffangnetz“ für die Mitarbeiter der Air Berlin Technik geschaffen worden.
Gerade die Mitarbeiter der Technik müssen um ihre Arbeitsplätze fürchten, da sie vermutlich von keinem der Käufer übernommen werden.
Schließlich besitzen beide Käuferairlines eine jeweils eigene Techniksparte.

Transfergesellschaft möglich

Damit steht der Weg für eine Transfergesellschaft offen. Über eine Finanzierung streiten Air Berlin und die möglichen Käufer allerdings bisher noch.
Deshalb wurde vermutlich auch die Bietefrist für Air Berlin Technik noch um weitere zwei Wochen verlängert.
Bieter können noch bis zum 22. Oktober ihr Angebot für die Techniksparte der Air Berlin vorlegen.
Für die Mitarbeiter der Air Berlin bedeutet es jetzt zittern. Schließlich hängt die Zukunft der Mitarbeiter auch von den Angeboten der Kaufinteressenten ab.


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Fallbeispiel:

Hitlergruß durch türkischen Arbeitnehmer – Fristlose Kündigung

Fristlose Kündigung wegen Hitlergruß. Normal würde praktisch jeder denken und sagen. Aber wie sieht es aus, wenn ein türkisch stämmiger Arbeitnehmer das machet und dann noch, um missfallen auszudrücken?

Es gibt Fälle, die kann man sich schlicht nicht ausdenken und darum geben wir hier mal einen Fall des Arbeitsgericht Hamburg zum Besten, der uns im Rahmen einer Fallrecherche über den Weg gelaufen ist, digital.

Hier die Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Hamburg zum Fall:

Bild: Unsplash.com/ Bruce Jastrow

Pressemitteilung vom 20.10.2016

Arbeitsgericht Hamburg Aktenzeichen: 12 Ca 348/15
In einem Verfahren vor dem Arbeitsgericht Hamburg streiten der Kläger und die Arbeitgeberin über eine fristlose Kündigung. Der Kläger ist bei der Beklagten seit 2009 als Transportfahrer tätig. Dabei ist die Beklagte im Bereich der Patiententransporte tätig.

Ende 2015 fand eine Betriebsversammlung statt. Hierbei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Kläger und dem Betriebsratsvorsitzenden der Beklagten. Kurze Zeit später traf der Kläger auf den Betriebsratsvorsitzenden und hob seinen ausgestreckten Arm zum Hitlergruß. Gleichzeitig sagte er: „Du bist ein heil, du Nazi!“


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