Rechte von Azubis

Auszubildende haben im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern besondere Rechte.
Generell haben Auszubildende zunächst ein Recht auf eine ordentliche Ausbildung. Dazu gehört auch, dass der Auszubildende nur Aufgaben und Tätigkeiten erledigt, die dem Ausbildungszweck dienen und weiterhin seine körperlichen Kräfte nicht übersteigt.

unsplash.com/ Brooke Cagle

Weiterhin haben Auszubildende einen Anspruch auf einen schriftlichen Ausbildungsvertrag. Ist der Auszubildende noch minderjährig, so haben die gesetzlichen Vertreter den Anspruch inne.
Im Ausbildungsvertrag muss zudem die tägliche Ausbildungszeit festgehalten werden.

Ausbildungszeit

Erwachsene Auszubildende dürfen bis zu 8 Stunden am Tag bzw. 48 Stunden pro Woche arbeiten. Minderjährige Auszubildende dürfen bis zu 8 Stunden am Tag, allerdings nur 40 Stunden in der Woche tätig sein.
Samstags- und Sonntagsarbeit, sowie Arbeitszeiten zwischen 20 und 6 Uhr sind nur in Ausnahmefällen zulässig.
Zudem hat die Berufsschule Vorrang. Um den Unterricht besuchen zu können haben Auszubildende deshalb einen Anspruch auf Freistellung von der Arbeit im Unternehmen oder Betrieb.

Urlaub

unsplash.com/ Gary Bendig

Besonderheiten ergeben sich auch in Bezug auf den Erholungsurlaub.
Dabei ist die Anzahl der Urlaubstage vom Alter des Auszubildenden abhängig.
Wer zum Jahresanfang noch nicht 16 Jahre alt ist, hat einen Anspruch auf mindestens 30 Tage Urlaub. Wer noch keine 17 Jahre alt ist mindestens 27 Tage wer noch keine 18 Jahre alt ist, hat einen Anspruch auf mindestens 25 Urlaubstage.
Wer hingegen schon volljährig ist, genießt die gleichen Rechte, wie herkömmliche Arbeitnehmer. Volljährige Auszubildende haben demnach einen Anspruch auf mindestens 20 Urlaubstagen.

Vergütung

Unsplash.com/mj.s.

Auch bei der Vergütung ergeben sich im Ausbildungsverhältnis Besonderheiten. So muss sich die Vergütung beispielsweise jährlich erhöhen.
Gekündigt werden kann das Ausbildungsverhältnis durch den Auszubildenden selbst nur mit einer Frist von vier Wochen. Nach Ende der Probezeit ist eine Kündigung zudem nur noch aus einem wichtigen Grund möglich. Die Probezeit darf maximal vier Monate dauern. Eine grundlose Kündigung von Seiten des Ausbilders ist in dieser Zeit jederzeit möglich.
Insgesamt sind Auszubildende gesetzlich besser geschützt, als „normale“ Arbeitnehmer. Allerdings spielt unter Umständen das Alter des Auszubildenden eine entscheidende Rolle, etwa bei der Anzahl der Urlaubstage.


Mehr zum Thema Arbeitsrecht: Arbeitsrecht bei der BahnArbeitsrecht bei Versichunerungen Arbeitsrecht für BankangestellteArbeitsrecht für VersicherungenArbeitsrecht bei Banken


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr


Auch interessant:

Gestrandet im Urlaub – das sollten sie wissen

unsplash.com/ Markus Spiske

Tausende Touristen sitzen derzeit auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali fest. Grund dafür war ein drohender Vulkanausbruch.
Bereits zuvor war eine kilometerhohe Rauchsäule in den Himmel gestiegen, für die Behörden Grund genug die höchste Alarmstufe auszurufen.
Auf Grund dessen wurde auch der Flughafen auf Bali gesperrt.
Nach einer zweieinhalb tätigen Sperre wurde der Flughafen mittlerweile wieder geöffnet. Doch noch immer haben die Touristen, darunter auch zahlreiche Deutsche, Schwierigkeiten die Insel zu verlassen.

Drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen?

Doch nicht immer sind Naturkatastrophen für das Festsitzen am Urlaubsort verantwortlich. Auch Fluglotsen- oder Pilotenstreiks oder technische Probleme können Urlauber dazu zwingen weiter am Urlaubsort auszuharren.
Doch mit welchen Konsequenzen müssen Arbeitnehmer rechnen, wenn sie im Urlaub festsitzen und nicht zur Arbeit erscheinen können?  Weiterlesen


Profis im Kündigungsschutz: Anwalt für Arbeitsrecht in WinterhudeAnwalt für Kündigungsschutz in UhlenhorstAnwalt für Kündigungschutz in VolksdorfRechtsbeistand bei Kündigung in Harburg


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr