Sonderurlaub

Für viele Arbeitnehmer ist Sonderurlaub ein Fremdwort. Zwar haben viele schon einmal vom sagenumwobenen Sonderurlaub gehört, doch nur die wenigsten wissen, wann genau man eigentlich Sonderurlaub erhält.

außergewöhnliche Familienereignisse

Sonderurlaub/ Bild: Unsplash.com/ David Clode

Ein wichtiger Fall ist in §616 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Demnach besteht ein Anspruch auf Sonderurlaub bei außergewöhnlichen familiären Ereignissen.
Dazu zählen beispielsweise Todesfälle von nahen Angehörigen, aber auch die eigene Hochzeit oder die Hochzeit des eigenen Kindes.
Zudem besteht auch bei der eigenen Silber- oder Goldhochzeit ein Anspruch auf Sonderurlaub.Generell haben Arbeitnehmer in solchen Fällen einen Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub. Bei Todesfällen werden in der Regel zwei Tage Sonderurlaub gewährt.
Zudem können Väter bei der Geburt des eigenen Kindes einen Tag Sonderurlaub beanspruchen. Fällt die Geburt allerdings auf einen arbeitsfreien Tag, beispielsweise einen Sonntag, so kann der Arbeitgeber einen unbezahlten Tag Sonderurlaub verweigern, so die Rechtsprechung.

Sonderurlaub bei dienstlichem Umzug

Eine weitere Besonderheit besteht bei dienstlich bedingten Umzügen. Wer vom Arbeitgeber an einen anderen Einsatzort versetzt wird, hat unter Umständen einen Anspruch auf Sonderurlaub. Dies hängt jedoch immer von der Entfernung zum neuen Wohnort und zum gesamten Aufwand des Umzuges ab.
Bisher urteilte die Rechtsprechung in derartigen Fällen nicht einheitlich.
Kann der Umzug beispielsweise auch außerhalb der Arbeitszeit erledigt werden, so kann der Arbeitgeber den Sonderurlaub verweigern.

private Umzüge

Sonderurlaub/ Bild: Unsplash.com/ Dev

Wer nicht dienstlich bedingt umzieht, hat in der Regel keinen Anspruch auf Sonderurlaub.
Hier liegt es alleine beim Arbeitgeber, ob er dem Arbeitnehmer ausnahmsweise einen Tag Sonderurlaub gewährt.
Generell besteht ein Anspruch auf Sonderurlaub allerdings nur, wenn der Arbeitnehmer durch das entsprechende Ereignis auch tatsächlich an der Verrichtung seiner Arbeitstätigkeit gehindert wurde.
Wer also beispielsweise im Urlaub oder in Elternzeit ist, wird nicht an der Verrichtung der Arbeitstätigkeit gehindert und kann somit auch keinen Sonderurlaub verlangen.
Generell muss der Sonderurlaub beim Arbeitgeber rechtzeitig schriftlich beantragt werden.
Gerade in Fällen von Silber- oder Goldhochzeit kann der Arbeitgeber die Heiratsurkunde zur Bestätigung verlangen.


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„Jede Mutter hat Anspruch auf die Fürsorge und den Schutz der Gemeinschaft“. Dieses schöne Zitat stammt aus dem Grundgesetz. genauer aus Art. 6 Absatz 4 GG. Um diesen Anspruch zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber gerade im Bereich des Arbeitsrechts besondere Schutzvorschriften geschaffen.

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