Das am 6. Dezember 2025 in Kraft getretene NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz (NIS2UmsuCG) etabliert eine persönliche, nicht delegierbare Haftung von Geschäftsführern und Vorständen für Cybersicherheitsmaßnahmen. Rund 29.500 deutsche Unternehmen sind betroffen. Die D&O-Versicherung bleibt das zentrale Absicherungsinstrument – die Gesetzesbegründung zu § 38 BSIG-neu stellt ausdrücklich klar, dass D&O-Versicherungen nicht eingeschränkt werden sollen. Allerdings bestehen erhebliche Deckungslücken bei Bußgeldern, wissentlichen Pflichtverletzungen …
NIS2 in der Praxis – 10 Schritte zur Umsetzung und Absicherung Ihres Unternehmens
Nach der Theorie kommt die Praxis: Wie wird mein Unternehmen NIS2-ready? Viele Firmen stehen Ende 2025 vor der Aufgabe, binnen kurzer Zeit ein ganzes Bündel neuer Sicherheitsmaßnahmen einzuführen. Das wirkt herausfordernd – doch mit einem planvollen Vorgehen lässt sich die Umsetzung meistern. In diesem Beitrag geben wir einen Fahrplan in 10 Schritten, wie Sie Ihr Unternehmen auf NIS2-Linie bringen. Dabei …
Microsoft Teams erkennt automatisch den Büro-Standort: Was Führungskräfte jetzt wissen sollten
Hybrides Arbeiten ist längst Normalität – und Microsoft reagiert darauf mit einem neuen Feature: Ab Februar 2026 kann Teams automatisch erkennen, ob Mitarbeitende im Büro oder remote arbeiten. Das klingt praktisch für die Koordination hybrider Teams. Doch für Führungskräfte mit Personalverantwortung lohnt sich ein genauerer Blick: Das Feature berührt Datenschutz, Mitbestimmung und Arbeitsrecht gleichermaßen. Wer die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt, kann …
Hinweisgeberschutz: Auch externe Meldestellen unterliegen der Mitbestimmung des Betriebsrats
Die Einrichtung und Ausgestaltung von Hinweisgebersystemen ist seit Inkrafttreten des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) Pflicht. Aktuelle Rechtsprechung zeigt jedoch: Auch wenn Unternehmen ihre Meldestelle an eine externe Kanzlei oder Beratungsstelle auslagern, bleibt der Betriebsrat mitbestimmungsberechtigt. Für Führungskräfte mit Personalverantwortung bedeutet das: Die Einführung oder Anpassung von Hinweisgebersystemen ist nicht nur ein Compliance-Thema, sondern auch ein sensibler Prozess mit betriebsverfassungsrechtlicher Dimension – und …
Unschuldsvermutung vs. Transparenz: Was Gremien und Organe von Gesellschaften bei Vorwürfen sagen dürfen
Die strafrechtliche Unschuldsvermutung gilt im Arbeitsrecht nicht – dennoch setzen Persönlichkeitsrechte der öffentlichen Kommunikation enge Grenzen. Der Fall Stefan Kuntz beim HSV zeigt exemplarisch, wie Aufsichtsräte in diesem Spannungsfeld navigieren müssen: Der Klub kommunizierte zunächst diskret „familiäre Gründe“, sah sich aber nach öffentlichen Dementis des Ex-Vorstands gezwungen, die wahren Hintergründe zu benennen. Die zentrale Erkenntnis für Führungskräfte: Gremien dürfen grundsätzlich …
Ein Paar in meinem Team hat sich getrennt und die Stimmung ist angespannt – welche arbeitsrechtlichen Möglichkeiten habe ich, den Betriebsfrieden wiederherzustellen?
Während der Beziehung lief alles einigermaßen problemlos – doch nach der Trennung ist die Atmosphäre im Team unerträglich geworden. Die Ex-Partner vermeiden sich demonstrativ, sprechen nicht mehr miteinander, die Zusammenarbeit leidet. Oder im Gegenteil: Es kommt zu Streitereien, spitzen Bemerkungen, emotionalen Ausbrüchen. Das Team nimmt Partei, spaltet sich in Lager, die Produktivität sinkt. Als Führungskraft stehen Sie vor der schwierigen …
Der gesunde Krankenstand
Warum 0 Prozent Fehlzeiten ein Warnsignal für Führungskräfte ist Ein Geschäftsführer, der stolz auf die makellose Anwesenheitsstatistik seiner Abteilung verweist, könnte sich täuschen. Was auf den ersten Blick nach vorbildlicher Arbeitsmoral aussieht, ist häufig ein Symptom für ein tieferliegendes Problem: Präsentismus. Mitarbeiter schleppen sich krank zur Arbeit – und schaden damit dem Unternehmen mehr, als wenn sie zu Hause geblieben …
Verdachtskündigung bei Führungskräften
Verdachtskündigung auf einen Blick: Die Verdachtskündigung ermöglicht dem Arbeitgeber eine außerordentliche Kündigung, wenn der dringende Verdacht einer schweren Pflichtverletzung besteht – auch ohne Beweis. Rechtsgrundlage ist § 626 BGB. Zwingend erforderlich ist eine vorherige Anhörung des Beschuldigten. Für Führungskräfte gelten besondere Maßstäbe. Was bedeutet Verdachtskündigung im Arbeitsrecht? Die Verdachtskündigung ist ein scharfes Schwert des Arbeitgebers. Sie erlaubt die fristlose Beendigung …
Kündigungsschutz bei Führungskräften: Wann der Chefsessel wackelt
Leitende Angestellte genießen einen geschwächten Bestandsschutz – ihr Arbeitgeber kann bei unwirksamer Kündigung einen begründungsfreien Auflösungsantrag stellen und das Arbeitsverhältnis gegen Abfindung beenden. Aber nicht jede Führungskraft ist echter leitender Angestellter. Diese Sonderregelung des § 14 Abs. 2 KSchG greift jedoch nur für einen kleinen Personenkreis, der strenge Voraussetzungen erfüllen muss. Das BAG legt die Kriterien restriktiv aus: Die wenigsten …
Jahresarbeitszeit im Team erfolgreich einführen: Strategischer Leitfaden für Personalverantwortliche
Sie stehen vor der Aufgabe, das unternehmen oder einen Bereich flexibler aufzustellen, ohne dabei Personal abzubauen? Die Einführung eines Jahresarbeitszeitmodells kann genau die Lösung sein – vorausgesetzt, Sie navigieren rechtssicher durch die Umsetzung. Jahresarbeitszeit ermöglicht es Ihnen als Führungskraft, Arbeitsbelastungsspitzen intelligent auszugleichen, Ihre Mitarbeiter zu entlasten und gleichzeitig die Effizienz Ihrer Abteilung zu steigern. Doch der Weg zur erfolgreichen Implementation …










