doppelte Krankmeldung

Wer erkrankt, muss das dem Arbeitgeber mitteilen. Dabei reicht es jedoch nicht aus am dritten Tag der Erkrankung ein Attest vorzulegen.
Vielmehr muss der Arbeitnehmer unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, den Arbeitgeber über die Erkrankung informieren.

unsplash.com

So sieht es das Entgeltfortzahlungsgesetz in §5 Abs. 1 vor.
Wenn möglich sollte man sich deshalb bereits vor Arbeitsbeginn, spätestens jedoch in der ersten halben Stunde krankmelden. Wer zu viel Zeit verstreichen lässt, riskiert möglicherweise eine Abmahnung.
Wer jedoch einen schweren Unfall hatte und sich gar nicht melden kann, muss natürlich nicht unverzüglich den Arbeitgeber informieren. In einem solchen Fall sollte der Arbeitgeber informiert werden, wenn es wieder möglich ist.
Schließlich muss auch der Arbeitgeber wissen, mit welchen Arbeitskräften er planen kann.

doppelte Krankmeldung

Doch darf der Arbeitgeber verlangen, dass man sich doppelt krankmeldet? Also beispielsweise bei der Personalstelle und beim direkten Vorgesetzen?
Grundsätzlich muss sich der erkrankte Arbeitnehmer auch beim richtigen Ansprechpartner krankmelden. Dabei reicht es nicht aus, einfach den Kollegen Bescheid zu geben.

unsplash.com/ Quino

Verlangt der Arbeitgeber, dass man sich beispielsweise im Personalbüro und gleichzeitig auch beim direkten Vorgesetzten krankmeldet, so muss der erkrankte Arbeitnehmer dieser Aufforderung auch nachkommen. Denn rein rechtlich ist diese Forderung des Arbeitgebers zulässig.
Denn grundsätzlich muss der Arbeitgeber wissen, mit welchen Arbeitskräften er am Arbeitstag rechnen kann.
Gleichzeit muss aber auch das Personalbüro aus Abrechnungszwecken wissen, wer erkrankt ist.
Gerade in größeren Unternehmen ist es teilweise üblich, dass man sich an zwei Stellen krankmelden muss.
Wer jedoch so stark erkrankt ist, dass er nur einen Ansprechpartner erreichen kann, sollte sich keine allzu großen Gedanken machen.
Vielleicht kann in so einem Fall auch ein Angehöriger den Anruf übernehmen.

Krankmeldung meist auch per E-Mail möglich

Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit das Personalbüro per E-Mail über die Erkrankung zu informieren und den direkten Vorgesetzten dabei als CC in die E-Mail zu setzen.
Generell wird der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern im Falle einer schweren Erkrankung keinen Strick daraus drehen, wenn sie nur eine Stelle informiert haben.
Wer jedoch aus Faulheit nur eine Stelle informiert, muss unter Umständen mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen.
Auch, wer die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu spät oder gar nicht einreicht, muss unter Umständen mit einer Abmahnung rechnen.
Tritt dieses Verhalten wiederholt auf, so kann durchaus auch eine Kündigung drohen.


Mehr zum Thema Arbeitsrecht: InteressenausgleichFürsorgepflichtAbbummeln von ÜberstundenArbeitsrecht in KrankenhäusernArbeitsrecht in der GastronomieArbeitsrecht für BankangestellteInteressenausgleich


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr


Auch interessant: Elternzeit verkürzen 

unsplash.com

Grundsätzlich können Arbeitnehmer ihre Elternzeit auch verkürzen. Allerdings muss dafür der Arbeitgeber zustimmen. Allerdings sieht das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) vor, dass der Arbeitgeber diesem Wunsch nicht unbedingt nachkommen muss.
Denn der Arbeitgeber hat für den Zeitraum der geplanten Elternzeit in der Regel eine Vertretung eingestellt. Da der Arbeitgeber nicht zwei Mitarbeiter für die gleiche Stelle benötigt, muss dem Arbeitgeber somit die Möglichkeit gegeben werden, dass er die Verkürzung der Elternzeit ablehnt. Ausnahme in Härtefällen… Weiterlesen


Profis im Kündigungsschutz: Kanzlei für Arbeitsrecht in St. Pauli Kanzlei für Arbeitsrecht in WinterhudeRechtsanwalt für Arbeitsrecht in AlsterdorfRechtsanwalt für Arbeitsrecht in EppendorfRechtsanwalt für Arbeitsrecht in St. Pauli


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr