Was ist die Kündigungsschutzklage?

Mit Hilfe einer Kündigungsschutzklage können Arbeitnehmer eine Kündigung vom Arbeitsgericht auf ihre Wirksamkeit überprüfen lassen. So garantiert der Gesetzgeber, dass Arbeitnehmer einer Kündigung nicht schutzlos ausgeliefert sind.

Entscheidend ist für die Kündigungsschutzklage, dass diese innerhalb der drei Wochen Frist nach Erhalt der Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht eingelegt werden muss.

Generell gilt vor den Arbeitsgerichten in 1. Instanz kein Anwaltszwang, sodass für das Einreichen der Kündigungsschutzklage kein Anwalt nötig ist.

Die Kündigungsschutzklage kann vielmehr bei der Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts zu Protokoll gegeben werden. Dort erhalten Arbeitnehmer die nötige Unterstützung bei der Formulierung, aber auch bei Anträgen und den nötigen Formularen.

Es empfiehlt sich jedoch für eine Kündigungsschutzklage einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einzuschalten, um Laienfehler zu vermeiden und den Prozess mit einem bestmöglichen Ergebnis zu beenden.

Keine Klage auf eine Abfindung

Abfindung

Sie ist rein formal nicht auf eine Abfindung gerichtet. Auch wenn das Ergebnis eines Kündigungsschutzverfahrens in der Regel eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen eine Abfindungszahlung ist.

Hier unser Abfindungsrechner

Lässt man die drei-Wochen-Frist jedoch verstreichen, so gilt die Kündigung automatisch als wirksam, auch wenn diese grobe Fehler enthält, die vor dem Arbeitsgericht zu deren Unwirksamkeit geführt hätten.

Deshalb ist es für Arbeitnehmer wichtig, auch bei längerer Abwesenheit die Kontrolle der Post sicherzustellen. Denn die „Ausrede“, dass sich der Arbeitnehmer im Urlaub befunden hat und deshalb gar nicht innerhalb von drei Wochen auf die Kündigung reagieren konnte, interessiert die Richter vor dem Arbeitsgericht herzlich wenig.

Kündigung wird angegriffen

Die Kündigungsschutzklage greift die Kündigung an. Sie ist also rein rechtlich auf die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses gerichtet.

Was ist die Kündigungsschutzklage?/ Bild: Unsplash.com

Ist die Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht eingelegt worden, so wird zunächst die Gegenpartei (also der Arbeitgeber) über die Klage informiert. Sodann wird ein Gütetermin anberaumt mit dem Ziel der gütlichen Einigung zwischen den Parteien. Bei diesem Gütetermin ist nur der vorsitzende Richter und die Parteien anwesend.

Scheitert dieser Gütetermin, so wird ein Kammertermin anberaumt. Bei diesem ist dann die ganze Kammer, also der vorsitzende Richter, sowie 2 Laienrichter (jeweils einer aus dem Lager des Arbeitnehmers und Arbeitgebers) anwesend.

Zwischen dem Gütetermin und dem Kammertermin vergehen meist mehrere Monate. Danach ergeht in der Regel ein Urteil. Jedoch können sich die Parteien auch im Kammertermin noch mit einem Vergleich einigen.

Die Kündigungsschutzklage ist das effektivste Mittel, um sich gegen eine Kündigung am Arbeitsplatz zu wehren. Die Kündigung beendet, wenn sie nicht mit der Kündigungsschutzklage angegriffen wird, das Arbeitsverhältnis. Vor Klageerhebung sind jedoch einige Dinge zu beachten. Der Schock ist meist groß, wenn die Kündigung im Briefkasten liegt.


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Unschuldig gekündigt und die Kündigung war als Verdachtskündigung wirksam?

Die Schmerzgrenze war mehr als nur erreicht! Immer wieder hatte ein Unbekannter auf dem Firmenparkplatz eines Unternehmens die Reifen eines bestimmten dort abgestellten Privatautos zerstochen. Die betroffene Mitarbeiterin erstattet Anzeige und die Polizei nimmt die Ermittlungen auf. Zu diesem Zweck installierte die Polizei eine versteckte Videokamera. Und tatsächlich lieferte die Kamera Bilder von einer Person, die sich an einem der Fahrzeuge zu schaffen machte. Zwei Mitarbeiterinnen  waren sich sicher, dass es sich bei dem Täter auf dem Video um einen bestimmten Kollegen handelte. Mit diesem Kollegen gab es seit einiger Zeit Streit.

Der betroffene Arbeitnehmer verweigerte eine Stellungnahme und wurde daraufhin mit einer Verdachtskündigung entlassen. Er erhob Kündigungsschutzklage gegen die fristlose Kündigung. In einem parallel laufenden Strafverfahren wurde er wegen verbliebener Zweifel freigesprochen.

Die vom Arbeitgeber ausgesprochene Verdachtskündigung war nach Ansicht des Arbeitsgerichts wie auch des Landesarbeitsgerichts wirksam und die Kündigungsschutzklage wurde zurückgewiesen. Das Bundesarbeitsgericht entschied jetzt in letzter Instanz, dass die Kündigung rechtens war. Weiterlesen.


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