Jobcenter und Arbeitsagenturen: Diskriminierung von schwer Vermittelbaren

Im Juni diesen Jahres wurden die Ergebnisse des Dritten Gemeinsamen Berichts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vorgestellt. In dem Dokument heißt es, man wollte die „Diskriminierungserfahrungen sichtbar machen und Diskriminierungsrisiken identifizieren“. Hinsichtlich anhaltender Diskriminierungen in Jobcentern und Arbeitsagenturen ist dies zunächst auch gelungen.

Ausländische Namen als Hindernis bei der Jobsuche?

Dem Bericht zufolge seien Ausländer, Behinderte, Ältere und Alleinerziehende sowie Homosexuelle besonders gefährdet, in Jobcentern und Arbeitsagenturen schlechter behandelt zu werden. Als Ursache für die Ungerechtigkeit seien die hohen Vermittlungszahlen, die von den Vermittlern zu erzielen seien. So würde man sich bei der Arbeitsvermittlung besonders auf die Arbeitslosen konzentrieren, bei denen die Wahrscheinlichkeit auf einen neuen Job höher ist.

Das Perfide an dieser Geschichte: Gerade diejenigen, die einen besonderen Hilfebedarf haben, werden scheinbar am wenigsten beachtet. Laut der Migrationsbeauftragten des Bundes hätten es Bewerber mit ausländischen Wurzeln, vor allem aber mit ausländischem Namen, auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer.

unsplash.com/ Annie Spratt

Arbeitsmarktforscher sehen aber auch die hohe Fluktuation der Mitarbeiter der Jobcenter und Arbeitsagenturen sowie deren häufige Befristung als Ursache der Diskriminierungen. Zudem mangele es häufig an einer entsprechenden Weiterbildung und Einarbeitung der Arbeitsvermittler – und Überforderung führt häufig zu unprofessionellem Verhalten. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle verteidigte die Mitarbeiter der Jobcenter und Arbeitsagenturen. Diese würden gute Arbeit leisten. Für diejenigen, die sich benachteiligt fühlten, sollte es jedoch unabhängige Ombudsstellen geben.

Problem erkannt – Verbesserungen geplant?

Laut der Antidiskriminierungsstelle gibt es auch bei der Wohnungssuche, in der Öffentlichkeit sowie in der Freizeit Fälle von Diskriminierungen. Allerdings sind allein 41% der gemeldeten Fälle aus dem Arbeitsleben. Eine Sprecherin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gab an, dass man zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit den Bericht auswerten und mögliche Verbesserungen erörtern werde.


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