Lohntransparenz: Wissen, was der Kollege verdient

Seit Anfang des Jahres 2018 ist es möglich, das eigene Gehalt mit dem der Kollegen zu vergleichen. Dank des Auskunftsanspruchs im sogenannten Lohntransparenz-Gesetzes muss der Chef unter bestimmten Voraussetzungen die Verteilung des Gehalts unter den Mitarbeitern offenlegen.

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Ziel des Gesetzes ist es, die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen. Durch mehr Transparenz im Unternehmen soll auch mehr Gleichheit in der Bezahlung geschaffen werden. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, wird sich in der nächsten Jahren zeigen.

Der Auskunftsanspruch beinhaltet für Beschäftigte das Recht, über die Bezahlung innerhalb einer bestimmten Gruppe informiert zu werden. Sie können also erfahren, wer innerhalb dieser Gruppe wie bezahlt wird. Darlegt wird allerdings nur das Durchschnittsgehalt von fünf Kollegen, wenn diese die gleiche oder gleichwertige, also vergleichbare Arbeit leisten. Eine Auskunft darüber, was die männlichen oder weiblichen Angestellten verdienen, ist nicht möglich.

Viele Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Ein Vergütungsvergleich ist zudem nur in Unternehmen möglich, die 200 oder mehr Mitarbeiter beschäftigen. Außerdem ist es notwendig, dass die Gruppe an Mitarbeitern, deren Durchschnittsgehalt offengelegt werden soll, aus mindestens sechs Personen besteht – also mindestens sechs Personen mit einer ähnlichen Position im Unternehmen beschäftigt sind. Arbeitgeber können den Auskunftsanspruch relativ einfach verhindern, wenn sie dem Arbeitsvertrag eine spezifische Jobbeschreibung zugrundelegen.

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Sind diese Rahmenbedingungen jedoch erfüllt, kann der Antrag auf die Gehaltsauskunft gestellt werden. Hierzu ist eine schriftlichen Anfrage ausreichend. Sofern es im Unternehmen einen Betriebsrat gibt, beantwortet dieser die Anfrage, ansonsten ist die Beantwortung Aufgabe des Arbeitgebers. Zwischen der Anfrage an sich und der Beantwortung dieser darf maximal ein Jahr liegen. Eine längere Frist gilt nur, wenn merkliche Veränderungen der Arbeitsbedingungen stattgefunden haben.

Arbeiten im Unternehmen mehr als 500 Mitarbeiter, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, von sich aus regelmäßig über Lohngleichheit und der Bekämpfung etwaiger Lohnungleichheiten aufzuklären.

Bei Ungleichheit kein Anspruch auf mehr Gehalt

Erkennt man durch den Bericht des Arbeitgebers oder die Auskunft, dass innerhalb der Gruppe Lohnunterschiede bestehen, besteht kein Anspruch auf Anpassung der Bezahlung. Allerdings ist es möglich, einen gerechten Lohn und eine Nachzahlung vor dem Arbeitsgericht einzuklagen. Ist keine sachliche Rechtfertigung für den Lohnunterschied vorhanden, kann die Klage durchaus erfolgreich sein.


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„Day without immigrants“ – Hundert Entlassungen nach Anti-Trump-Protesten in den USA

 

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