Paketzustellung ins Büro

Vermutlich jeder kennt das Problem, man erwartet eine wichtige Sendung von einem Versandhaus und geht nur einmal kurz zum Bäcker, um Brötchen zu holen.

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Doch genau in dieser Zeit versucht das Logistikunternehmen die Sendung zuzustellen.
Immer mehr Arbeitnehmer lassen sich deshalb ihre privaten Pakete an die Firmenadresse zuschicken.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand, denn in der Regel ist im Unternehmen (gerade, wenn es über einen Empfang verfügt) immer jemand erreichbar, der die Sendungen auch annehmen kann.
Der lästige Weg zur nächsten Postfiliale fällt somit weg.

Arbeitgeber hat Weisungsrecht

Doch kann der Arbeitgeber die Zustellung von privaten Sendungen eigentlich verbieten?
Der Arbeitgeber hat grundsätzlich gegenüber seinen Mitarbeitern ein Weisungsrecht.
Deshalb kann er auch den Empfang von privaten Paketen und Sendungen am Arbeitsplatz verbieten.
In der Regel haben Arbeitgeber jedoch oft Verständnis, wenn Mitarbeiter ab und zu Pakete an die Firmenadresse versenden lassen.
Nimmt dies allerdings überhand, so kann der Arbeitgeber die Paketzustellungen verbieten.
Denn grundsätzlich sind Arbeitnehmer nicht auf die Zustellung ins Büro angewiesen. Denn mit Wunschterminfestlegung und Packstationen haben Arbeitnehmer genug Möglichkeiten, die Sendungen nach Wunsch zu erhalten.

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Wer trotz Verbot weiterhin seine Sendungen an den Arbeitsplatz schicken lässt, muss dann unter Umständen sogar mit einer Abmahnung rechnen.
Dies sollte man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, denn eine Abmahnung wird grundsätzlich auch in die Personalakte eingetragen und kann nicht so schnell wieder entfernt werden.
Lässt man sich auch nach der bereits ausgesprochenen Abmahnung weiterhin Pakete an den Arbeitsplatz zustellen, so kann der Arbeitgeber die Reißleine ziehen und eine fristlose Kündigung aussprechen.
Arbeitnehmer sollten deshalb besser auf die oben genannten Alternativen ausweichen.


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Fallbeispiel:

Hitlergruß durch türkischen Arbeitnehmer – Fristlose Kündigung

Fristlose Kündigung wegen Hitlergruß. Normal würde praktisch jeder denken und sagen. Aber wie sieht es aus, wenn ein türkisch stämmiger Arbeitnehmer das machet und dann noch, um missfallen auszudrücken?

Es gibt Fälle, die kann man sich schlicht nicht ausdenken und darum geben wir hier mal einen Fall des Arbeitsgericht Hamburg zum Besten, der uns im Rahmen einer Fallrecherche über den Weg gelaufen ist, digital.

Hier die Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Hamburg zum Fall:

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Pressemitteilung vom 20.10.2016

Arbeitsgericht Hamburg Aktenzeichen: 12 Ca 348/15
In einem Verfahren vor dem Arbeitsgericht Hamburg streiten der Kläger und die Arbeitgeberin über eine fristlose Kündigung. Der Kläger ist bei der Beklagten seit 2009 als Transportfahrer tätig. Dabei ist die Beklagte im Bereich der Patiententransporte tätig.

Ende 2015 fand eine Betriebsversammlung statt. Hierbei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Kläger und dem Betriebsratsvorsitzenden der Beklagten. Kurze Zeit später traf der Kläger auf den Betriebsratsvorsitzenden und hob seinen ausgestreckten Arm zum Hitlergruß. Gleichzeitig sagte er: „Du bist ein heil, du Nazi!“


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