Gestrandet im Urlaub – das müssen Arbeitnehmer wissen

Tausende Touristen sitzen derzeit auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali fest. Grund dafür war ein drohender Vulkanausbruch.
Bereits zuvor war eine kilometerhohe Rauchsäule in den Himmel gestiegen, für die Behörden Grund genug die höchste Alarmstufe auszurufen.
Auf Grund dessen wurde auch der Flughafen auf Bali gesperrt.
Nach einer zweieinhalb tätigen Sperre wurde der Flughafen mittlerweile wieder geöffnet. Doch noch immer haben die Touristen, darunter auch zahlreiche Deutsche, Schwierigkeiten die Insel zu verlassen.

Drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen?

Gestrandet im Urlaub – das müssen Arbeitnehmer wissen/Bild: Unsplash.com/ Markus Spiske

Doch nicht immer sind Naturkatastrophen für das Festsitzen am Urlaubsort verantwortlich. Auch Fluglotsen- oder Pilotenstreiks oder technische Probleme können Urlauber dazu zwingen weiter am Urlaubsort auszuharren.
Doch mit welchen Konsequenzen müssen Arbeitnehmer rechnen, wenn sie im Urlaub festsitzen und nicht zur Arbeit erscheinen können?

Die Antworten auf die wichtigsten Fragen

Ich hänge gezwungenermaßen am Urlaubsort fest und kann deshalb nicht bei der Arbeit erscheinen. Erhalte ich trotzdem weiter mein Gehalt?

Nein, denn Arbeitnehmer müssen grundsätzlich pünktlich bei der Arbeit erscheinen. Das sogenannte „Wegerisiko“ trägt dabei alleine der Arbeitnehmer.
Damit erhalten Arbeitnehmer auch dann kein Entgelt, wenn sie beispielsweise mit dem eigenen PKW zur Arbeit fahren und unterwegs in einen Stau feststecken.
Schließlich hätte der Arbeitnehmer mehr Zeit für die Anreise einplanen können.

Muss ich deshalb mehr Zeit für die Rückreise einplanen?

Gestrandet im Urlaub – das müssen Arbeitnehmer wissen/ Bild: Unsplash.com/ Gaelle Marcel

Grundsätzlich sollten Arbeitnehmer bei der Rückreise einen größeren Puffer einplanen.
Wer plant am Abend um 22 Uhr zu landen und bereits am nächsten Morgen um 8 Uhr wieder zu arbeiten, kalkuliert sehr knapp.
Generell müssen Arbeitnehmer alles Zumutbare tun, um den Arbeitsausfall zu vermeiden.
Wer also den Flieger am späten Abend verpasst, muss so unter Umständen umbuchen, auch wenn dies mit erheblichen Kosten verbunden ist.
Im Falle einer Naturkatastrophe, wie im Beispiels der Bali-Urlauber, bleibt jedoch nicht viel Handlungsspielraum. Der Flughafen war schließlich geschlossen.
Grundsätzlich wird jedoch im Einzelfall entschieden, ob der Arbeitnehmer alles ihm Zumutbare unternommen hat, um den Arbeitsausfall zu vermeiden.

Muss ich mit einer Abmahnung oder sogar einer Kündigung rechnen?

Für eine Abmahnung oder eine Kündigung muss generell immer ein Verschulden vorliegen. Im Fall einer Naturkatastrophe oder eines Pilotenstreiks, hat der Arbeitnehmer jedoch keinerlei Verschulden.
Eine Abmahnung oder Kündigung ist deshalb nicht möglich.
Anders jedoch, wenn man am Flughafen noch durch die Geschäfte bummelt und deshalb seinen Flug verpasst.
Allerdings müssen Arbeitnehmer bei einer Verspätung in jedem Fall unverzüglich den Arbeitgeber informieren. Wer den Arbeitgeber nicht informiert und einfach nicht zur Arbeit erscheint, muss durchaus mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen, bei Wiederholung des Verhaltens unter Umständen sogar mit einer Kündigung, rechnen.


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„Jede Mutter hat Anspruch auf die Fürsorge und den Schutz der Gemeinschaft“. Dieses schöne Zitat stammt aus dem Grundgesetz. genauer aus Art. 6 Absatz 4 GG. Um diesen Anspruch zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber gerade im Bereich des Arbeitsrechts besondere Schutzvorschriften geschaffen.

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