Recht auf ein Fenster im Büro

Viele Mitarbeiter kennen das Problem: das eigene Büro stellt nicht immer eine Wohlfühloase dar. Gerade Mitarbeiter in Großraumbüros müssen immer häufiger Abstriche machen. Viele Mitarbeiter empfinden es als unangenehm in einem Büro ohne Fenster zu arbeiten. Dabei sind Büros mit künstlichen Lichtquellen gerade in größeren Büroanlagen auf Grund der architektonischen Gegebenheiten gar nicht so selten.

Ausreichend viel Licht und frische Luft

unsplash.com/ Drew Graham

Müssen Arbeitnehmer jedoch einen Arbeitsplatz ohne Fenster einfach so hinnehmen? Grundsätzlich muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz mit ausreichend viel Licht und frischer Luft versorgt wird. Dies kann allerdings auch durch eine Klimaanlage oder eine Frischluftzufuhr in anderer Weise erfolgen. Auch künstlichen Licht reicht als Beleuchtung aus, wenn eine entsprechende Beleuchtung gewährleistet wird. Einen pauschalen Anspruch auf ein Fenster haben Mitarbeiter deshalb also nicht. Wer sich trotzdem unwohl fühlt, sollte das Gespräch mit dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat suchen. Häufig kann so eine andere Möglichkeit für einen anderen Arbeitsplatz gefunden werden.

Kann auch so keine Abhilfe geschaffen werden, so haben Arbeitnehmer die Möglichkeit sich an den Betriebsarzt, die Berufsgenossenschaft oder das Amt für Arbeitsschutz zu wenden. Durch diese Stellen kann überprüft werden, ob das Büro den entsprechenden Arbeitsstättenverordnungen entspricht. Denn auch an die Lichtverhältnisse und die Frischluftzufuhr werden konkrete Anforderungen gestellt. Wer allerdings eigenmächtig auf Grund des fehlenden Fensters der Arbeit fern bleibt, verletzt so seine arbeitsvertraglichen Pflichten. Der Arbeitgeber kann in so einem Fall eine Abmahnung aussprechen und bei wiederholtem Fehlen sogar kündigen.


Mehr Arbeitsrecht: Arbeitsrecht in der GastronomieGratifikationAbmahnungÄnderungskündigungArbeitsrecht in KrankenhäusernArbeitsunfähigkeit


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr


Auch interessant: 

Kleidervorschriften am Arbeitsplatz – Welche Dienstkleidung darf der Chef vorschreiben?

unsplash.com/ Buzz Andersen

Immer wieder machen große Unternehmen Schlagzeilen, indem sie ihren Mitarbeitern vorschreiben, welche Kleidung oder welchen Kleidungsstil diese zu tragen haben. In vielen Bereichen sind Arbeitskleidung und Uniformen normal. Man würde sich ganz sicher sehr wundern, wenn ein Flugbegleiter in Jeans und T-Shirt im Eingang der Maschine stehen würde und die Streifenpolizistin im Ballerinakleid an die Unfallstelle kommt.

Für großes Aufsehen hat vor einigen Jahren die Schweizer Bank UBS gesorgt, indem sie ein 40-seitiges Handbuch veröffentlicht hatte, in dem genau vorgeschrieben war, was die Mitarbeiter zu tragen hatten und was nicht. So wurde beispielsweise vorgegeben, dass Männer nur in schwarzen Schnürschuhen (mit Ledersohle) mit schwarzen Socken zur Arbeit erscheinen dürften. Frauen wurde vorgeschrieben hautfarbene Unterwäsche und Seidenstrümpfe zu tragen. Hier wird dann die Alltagskleidung zur Dienstkleidung. Weiterlesen


Profis im Arbeitsrecht: Fachanwalt Arbeitsrecht Hamburg Anwalt für Kündigungsschutz in DulsbergAnwalt für Kündigungsschutz in EppendorfRechtsanwalt für Arbeitsrecht in HamburgRechtsanwalt für Arbeitsrecht in Bergedorf


Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema? Wir helfen Ihnen!

Gerne helfen wir Ihnen weiter. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Schildern Sie uns unverbindlich Ihr Problem und wir können Ihnen bereits eine kostenlose Ersteinschätzung geben.

Rufen Sie uns bei Kündigung, Abfindung und Aufhebungsverträge und anderen zeitkritischen Fragen an. Bei allen anderen Fragen nutzen Sie bitte unsere Online-Anfrage.

Online-Anfrage

24 Stunden, rund um die Uhr

040 – 35 70 49 50

Mo - Fr von 08:00 – 18:00 Uhr