Das Handy im Büro aufladen

Nahezu jeder kennt das Problem: der Handyakku schwächelt wieder einmal. Aber Gott sei Dank hat man das Ladegerät in der Tasche und kann das Handy so auch am Arbeitsplatz laden.
Dass dadurch allerdings arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen können, wissen jedoch die wenigsten Arbeitnehmer.

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Denn grundsätzlich gehört der Stromanschluss ja zum Unternehmen. Deshalb darf auch grundsätzlich nur der Arbeitgeber bestimmen, wie der Stromanschluss genutzt wird.
Dies gilt für jegliche Nutzung der Steckdosen, also nicht nur für das Aufladen des privaten Handys, sondern beispielsweise auch für die Kaffeemaschine im Pausenraum.
Verweigert der Arbeitgeber die Zustimmung, dann dürfen die Steckdosen auch nicht genutzt werden, egal ob Kaffeemaschine oder Handy.

konkludente Zustimmung reicht aus

Allerdings brauchen Arbeitnehmer für die Nutzung der Steckdosen keine ausdrückliche Zustimmung. Es reicht bereits aus, wenn der Arbeitgeber von der privaten Stromnutzung Kenntnis hat und diese duldet.
Mit arbeitsrechtlichen Folgen müssen die Mitarbeiter dann nicht rechnen.
Allerdings darf die Stromnutzung niemanden stören. Bei Handys ist das wohl auch eher selten der Fall. Es sei denn, die Ladekabel versperren Durchgänge und Wege.

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Wer allerdings keine ausdrückliche oder konkludente Zustimmung des Arbeitgebers hat, riskiert unter Umständen arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zur Abmahnung.

Auch wenn mit dem einmaligen Laden des Handyakkus nur begrenzt Strom entzogen wird, so liegt trotzdem ein arbeitsrechtlicher Verstoß vor, den der Arbeitgeber mit einer Abmahnung ahnden kann.
Bei massivem Stromentzug kann sogar eine Kündigung drohen!
Wer also sein Handy am Arbeitsplatz laden möchte, sollte vorher abklären, ob der Arbeitgeber dies ausdrücklich erlaubt oder duldet.
Verweigert der Arbeitgeber die Stromnutzung, so sollten Arbeitnehmer dies in jedem Fall hinnehmen, da ansonsten bei Verstößen weitreichende arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zur Kündigung drohen können.


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