Wenn der Arbeitgeber kein Gehalt zahlt

Gerade in kleineren Unternehmen kommt es nicht selten vor, dass der Arbeitgeber plötzlich kein Gehalt zahlt.
Für viele Arbeitnehmer bedeutet das erst einmal Panik. Schließlich dient die Gehaltszahlung zur Zahlung der täglichen Lebenskosten.
Doch häufig ist „nur“ ein Fehler in der Buchhaltung Grund für das Ausbleiben der Gehaltszahlung.
Fehlt das Gehalt auf dem Konto, so sollten Arbeitnehmer nicht gleich hitzköpfig den Arbeitgeber aufsuchen und mit einer Klage drohen.

zunächst: Abwarten

Zunächst sollte man noch einige Tage warten, denn meist kommt das Gehalt dann nur wenige Tage später.
Tut sich nichts auf dem Konto, so sollte man den Arbeitgeber erst einmal mündlich zur Gehaltszahlung auffordern und dabei eine entsprechende Frist setzen. Wer sichergehen will, sollte den Arbeitgeber schriftlich auffordern. Ist die Frist ohne Gehaltszahlung abgelaufen, so kann der Arbeitnehmer den Arbeitgeber abmahnen. Dies macht in der Regel aber nur Sinn, wenn der Arbeitnehmer daraufhin auch kündigen möchte. Denn erhält der Arbeitnehmer trotz Abmahnung keine Gehaltszahlung, so kann er in der Regel fristlos kündigen.

Zurückbehaltungsrecht

Zahlt der Arbeitgeber länger als zwei Monate kein Gehalt, so hat der Arbeitnehmer ein Zurückbehaltungsrecht, sprich er darf die Arbeit verweigern. Eine Abmahnung oder gar eine Kündigung darf der Arbeitgeber auf Grund der Verweigerung dann jedoch nicht aussprechen. Zudem kann der Arbeitnehmer Zinsen zahlen, denn schließlich ist der Arbeitgeber im Zahlungsverzug. In der Regel wird mit fünf Prozent über dem Basiszins gerechnet.

letztes Mittel: Klage vor dem Arbeitsgericht

Wenn der Arbeitgeber kein Gehalt zahlt

Zahlt der Arbeitgeber immer noch kein Gehalt, so bleibt dem Arbeitnehmer nur noch die Klage vor dem Arbeitsgericht. Hierfür sollte man sich zunächst Rat bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht holen. So kann das weitere Vorgehen besprochen werden und das Verfahren effektiv abgewickelt werden.
Wird der Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht zur Zahlung des Gehalts verurteilt, so kann der Arbeitnehmer anschließend Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten. Damit kann das Konto des Arbeitgebers gepfändet werden oder sogar ein Gerichtsvollzieher beauftragt werden. In der Regel kommt es jedoch nur in seltenen Fällen zu einem Verfahren vor dem Arbeitsgericht. Denn in den meisten Fällen beruht die fehlende Gehaltszahlung auf einem Fehler in der Buchhaltung. Arbeitnehmer sollten deshalb nichts überstürzten, wenn sie bemerken, dass die Gehaltszahlung ausgeblieben ist. Oft hilft ein einfaches Gespräch mit dem Arbeitgeber.


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Gehalt/ Bild: Unsplash.com/ Henry Ascroft


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