Überstundenvergütung

Überstunden sind vom Arbeitgeber normalerweise zu bezahlen. Anderenfalls müssen Freizeitausgleichszeiten für die lasse Überstunden gewählt werden. Überstunden sind also immer eine Extraleistung des Arbeitnehmers, die auf die eine oder andere Art und Weise vom Arbeitgeber vergütet werden muss.

Überstundenvergütung/ Bild: Unsplash.com/Ramiro Mendes

Nur in sehr wenigen Fällen bei leitenden Angestellten ist es möglich, eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schließen, nach der alle Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind. Diese pauschalen Abtretungsvereinbarungen sind fast immer unwirksam. Wenn eine solche Vereinbarung vorliegt, lohnt es sich immer, die Überstunden aufzuzeichnen und gegebenenfalls die Auszahlung oder Freistellung zu fordern. Hier öffnet eine unwirksame Verfalls- bzw. Ausschlußfrist immer wieder einen sehr effektiven Zugang zur (außerordentlichen) Erhöhung der letzten Gehaltszahlung des Arbeitgebers.

Ansprüche auf Ausbezahlung von Überstunden werden häufig „vergessen“

Es wird – insbesondere bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen – immer wieder „vergessen“, daß der Arbeitnehmer noch Anspruch auf die „Ausbezahlung“ bzw. Abgeltung von Überstunden hat. Wer nicht zu denen gehören möchte, der mit solchen Ansprüchen scheitert, sollte darauf achten, diese entsprechend gut und in Rücksprache und Zusammenarbeit mit einem entsprechend spezialisierten Fachanwalt für Arbeitsrecht vorzubereiten. Dabei ist das Wissen um die Zahlungspflicht oft nicht vorhanden – und das bei Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Beispiele für eine möglicherweise nachträgliche Überstundenvergütung

  • Nicht abgebaute Überstunden (u. U. drei Jahre rückwirkend)
  • Bereitschaftsdienste
  • Wegezeiten vom Betrieb zur Baustelle (im Handwerk)
  • Wagenpflegezeiten

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Denken Sie daran!

Da Arbeitsrechtssachen schnell gelöst werden sollten, gibt es bei uns grundsätzlich umgehend einen ersten Beratungstermin. Wenn möglich noch am selben Tag, sonst tags darauf. Schreiben Sie uns eine Nachricht oder rufen Sie direkt an. Wir sind telefonisch von Mo-Fr in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr erreichbar.


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 Whistleblowing

unsplash.com/ Javardh

Vor einigen Jahren weckte das Phänomen Whistleblowing zum ersten Mal das weltweite Interesse: Im Jahre 2013 übergab der ehemalige CIA- und NSA-Mitarbeiter Edward Snowden der Presse in Hongkong unzählige geheime Dokumente. Dadurch machte er die Überwachung des weltweiten Internetverkehrs durch Programme britischer und amerikanischer Geheimdienste öffentlich. Die NSA-Affaire war eine der Folgen seiner Enthüllungen.  Snowden lebt jetzt in Russland mit ungeklärter Zukunft. Seine Lebensgeschichte diente drei Jahre später als Vorlage für einen deutsch-amerikanischen Kinofilm („Snowden“). Während die einen den berühmten Whistleblower als Helden feiern, verachten ihn die anderen als Verräter und Nestbeschmutzer. Fundiertes Wissen über den Inhalt des Whistleblowings und die möglichen Konsequenzen haben jedoch nur wenige. Whistleblowing kommt vom englischen Audruck „ to blow the whistle“ und heißt „jemanden verpfeifen“ oder „Alarm schlagen“. Ein Whistleblower informiert als Mitarbeiter die Polizei, eine Aufsichtsbehörde oder die Öffentlichkeit über Missstände in Unternehmen oder Behörden. Dabei kann es sich um Gesetzesverstöße, Korruption, Gefahren oder unethisches Verhalten handeln. Wird die Öffentlichkeit eingeschaltet, spricht man von externem Whistleblowing. Dies stellt Personaler, aber vor allem den Hinweisgeber selbst, vor große Probleme: Denn nicht in jedem Fall ist das Aufdecken von innerbetrieblichen Missständen gegenüber Externen arbeits- und strafrechtlich zulässig. Weiterlesen


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