Pokémon am Arbeitsplatz? Lieber nicht…

Deutschlands Arbeitswelt ist gespalten: Auf der einen Seiten finden sich die Kollegen, die Pokémon Go spielen – auf der anderen Seite die Kollegen, die nur fassungslos mit dem Kopf schütteln. Doch auch wenn ein Taubsi auf dem Schreibtisch oder ein Relaxo hinter dem Drucker den Arbeitsalltag ungemein aufheitern kann, sollten Arbeitnehmer ihre Jagdkünste während der Arbeit besser im Zaum halten.

Das Spielen während der Arbeitszeit ist riskant

Pokémon am Arbeitsplatz? Lieber nicht…/ Bild: Unsplash.com/ Joshua Ness

Schließlich dürfte es den Chef wenig freuen, wenn seine Mitarbeiter den halben Vormittag damit verbringen, sich ihre neuesten Errungenschaften der Phantasietierchen vorzuzeigen oder gar quer durch das Gebäude laufen, um sich einen heißbegehrten Pikachu zu fangen. Hat der Chef allerdings das Spielen mit dem Smartphone ausdrücklich erlaubt oder duldet es zumindest bewusst und wissentlich, haben die Pokémon-Jäger Glück. Dies wird jedoch in den meisten Firmen nicht der Fall sein. Grundsätzlich kann eher davon ausgegangen werden, dass Pokémon Go während der Arbeitszeit schlichtweg verboten ist.

Fristlose Kündigung durch Pokémonfang möglich

Wer während der Arbeit also Pokémon fängt, begeht unter Umständen einen Arbeitszeitbetrug. Bezahlt wird man schließlich für seine Arbeit in der realen Welt. Arbeitnehmer mit Vertrauensarbeitszeit haben hier eher weniger zu befürchten – wird allerdings streng nach Stechuhr abgerechnet, können unter Umständen harte Konsequenzen drohen.

In manchen Berufen ist sogar eine fristlose Kündigung denkbar, wenn der Mitarbeiter während der Arbeit mit dem Smartphone spielt. Dies ist beispielsweise bei Fluglotsen oder Fahrdienstleiter bei der Bahn der Fall, deren Unaufmerksamkeit massive Folgen haben kann. Aber auch in weniger brenzlichen Situationen, beispielsweise wenn der Arbeitnehmer in Rufbereitschaft auf den nächsten Einsatz wartet, darf der Chef das Spielen mit dem Smartphone untersagen. Hier droht einem Arbeitnehmer zumindest eine Abmahnung.

Keine Beweisfotos in soziale Netzwerke stellen

Konsequetzen könne drohen. Bild: (Unsplash.com/ Ali Abdul Rahman)

Besonders gefährlich wird es dann, wenn neben dem heimlichen Pokémon-Jagen auch noch Beweisfotos auf soziale Netzwerke hochgeladen werden. So macht man es dem Chef natürlich sehr leicht, das Fehlverhalten nachzuweisen. Außerdem drohen gleich Konsequenzen für zwei Verstöße – die Pokémon Go- und Facebooknutzung.

Dies gilt natürlich auch dann, wenn der Chef begeisterter Pokémon-Trainer ist. Nur weil der Vorgesetzte selbst das Smartphone während der Arbeit auch zum Spielen nutzt, darf der Mitarbeiter dies nicht gleich auch – dafür ist der Chef schließlich Chef.


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