Kündigungsschutz bei Befristung

Zeit- und Zweckbefirstung

In der heutigen Arbeitswelt werden Arbeitsverträge immer häufiger mit einer Befristung abgeschlossen. Soll ein Arbeitsvertrag mit dem Ablauf eines vereinbarten Datums enden, spricht man von einer Zeitbefristung. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, das Ende des Arbeitsverhältnisses an ein bestimmtes Ereignis oder einen bestimmten Zweck zu knüpfen. Dies nennt man dann Zweckbefristung. Das Arbeitsverhältnis endet hier nicht zu einem vorab festgelegten Zeitpunkt, sondern mit dem Eintritt eines zukünftigen Ereignisses oder mit dem Erreichen eines bestimmten Zwecks. Typische Beispiele hierfür sind Einstellungen zur Schwangerschaftsvertretung oder zur Fertigstellung eines bestimmten Projekts. Ein zweckbefristetes Arbeitsverhältnis endet aber nicht automatisch dadurch, dass der vertretene Kollege wieder bei der Arbeit erscheint. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer schriftlich darüber in Kenntnis setzen. Erst zwei Wochen nach dieser Anzeige endet dann das Arbeitsverhältnis.

Kündigung befristeter Arbeitsverträge kaum möglich

Beim Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen – ganz egal ob Zeit- oder Zweckbefristung – sollte stets beachtet werden, dass eine vorzeitige Kündigung nur schwer möglich ist. Eine ordentliche Kündigung ist während der Laufzeit des Vertrages gesetzlich ausgeschlossen. Dies gilt sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer. Eine Ausnahme des gesetzlichen Kündigungsausschlusses besteht lediglich für andauernde Befristungen, die auf Lebenszeit einer Person oder für eine längere Zeit als fünf Jahre eingegangen sind. In diesen Fällen kann das Arbeitsverhältnis nur vom Arbeitnehmer nach dem Ablauf von fünf Jahren mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden.

Besondere Ausnahmen

Kündigungsschutz bei Befristung

Insolvenz des Arbeitgebers

Eine Sonderregel findet sich ansonsten im Insolvenzrecht. Befindet sich der Arbeitgeber in der Insolvenz, so kann das Arbeitsverhältnis vom Insolvenzverwalter und vom Arbeitnehmer ohne Rücksicht auf eine Befristung ordentlich gekündigt werden.

Vertragliches Kündigungsrecht

Ist hingegen ein Kündigungsrecht im befristeten Vertrag selbst oder in einem Tarifvertrag vorgesehen, so können beide Vertragsteile unter Beachtung der allgemeinen Regeln kündigen bzw. gekündigt werden.

Die außerordentliche Kündigung

Es besteht allerdings immer die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung, wenn einer wichtiger Grund dazu vorliegt. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund darf nie ausgeschlossen sein und ist im deutschen Recht generell vorgesehen.

Damit ist man als Arbeitnehmer keineswegs in einem befristeten Arbeitsvertrag gefangen. Zwar ist eine außerordentlichen Kündigung als letztes Mittel zur wählen und geht meist mit Konflikten einher. Grundsätzlich hat aber jeder beim Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrages die Möglichkeit, sich das Recht zur ordentlichen Kündigung zu sichern. Dieses Vorgehen ist heutzutage keinesfalls unüblich. Es sollte daher in jedem Fall eine entsprechende Klausel in den befristeten Arbeitsvertrag aufgenommen werden.


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